Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

Eine Unmenge Feedback und erste Fehlermeldungen

28. Juli 2009

Beinahe hätte ich geschrieben: Wir sind sprachlos. Doch das gehört sich für einen Sprachenverlag, der gerade erst in einen intensiven Dialog mit der Netz-Community getreten ist, natürlich nicht. Deshalb sage ich lieber: Wir sind begeistert. Von dem Enthusiasmus, mit dem Blogger und Twitterer auf unsere Schulheftkampagne reagieren, von dem Engagement, mit dem viele von Ihnen über unsere Aktion bloggen, twittern und manchmal schlicht schreiben, von dem Interesse vieler, auch ihre eigenen Texte “ponsen” zu lassen. Und auch von dem positiven und kritischen Feedback, das wir zu unserem deutschen Rechtschreibportal auf pons.eu bislang erhalten haben.

Als erstes Fazit steht für uns auf jeden Fall: Die Nutzer und Textarbeiter im Netz wollen mitmachen, sie machen sich konstruktive Gedanken und schenken uns ihren Input. Darüber freuen wir uns sehr. Auch wenn das Fazit zu unserem neuen Angebot – neben viel Lob – bei manchem erst mal negativ aussieht, wie beispielsweise bei Birgit Schmidt-Hurtienne. Denn nur wenn sich die wirklichen Nutzer unser Portal im Detail anschauen und ihre Bedenken mit uns teilen, können wir Verbesserungspotenziale erkennen, die wir aufgrund unserer “Innensicht” schon lange nicht mehr gesehen haben. Und auch wer nicht ganz so ausführlich schreibt, hilft uns wirklich weiter – etwa mit Feedbacks wie diesem auf Twitter.

Wir versuchen alles zu lesen, was im Web, in Blogs und bei Twitter über uns geschrieben wird. Und wir versuchen viele der Anregungen in unsere Portalaktualisierungen aufzunehmen. Offensichtlich ist schon jetzt, dass wir die Darstellung der Suchergebnisse im Verhältnis zur Werbung (die notwendig ist, da sie die Finanzierungsgrundlage des kostenfreien Portals darstellt) optimieren müssen. Auch bei der “unscharfen” Suche gibt es offenbar noch Verbesserungspotenziale, ebenso bei unserem neuen Feature, der Textübersetzung. Und auch das ein oder andere Wort, dessen Fehlen bemängelt wird, werden wir natürlich aufnehmen. Das Portal lebt und wird auch in Zukunft leben. Und viele der Anregungen aus dem Netz sind bereits bei unserer Portalredaktion und unserem Entwickler-Team angekommen. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch. Und jetzt muss ich noch ein paar grüne Schulhefte mit Korrekturen versehen.

Herzlichst,
Anne Pelzer und das PONS-Team


Anne Pelzer | Kategorie: ALLGEMEINES


Kommentare

  • be|es|ha |  28.07.2009

    Ja, als “Lehrerin” kann Frau S.-H. schon streng sein ;-) Aber sie bleibt dennoch gewogen und wird sich sicherlich über positive Veränderungen freuen!

  • Tamara Bettoni |  28.07.2009

    Leider kann ich die Grammatikregeln niergends finden. Da gehe ich lieber zum online Duden. Liebe Grüsse, BONZ bloggt.$
    NB: Die Webseite ist absolut schwach.

  • Tamara Bettoni |  28.07.2009

    .. dafür ist der Blog cooool!
    http://www.bonz.ch

  • Blaumann, Sibylle |  29.07.2009

    Ich beantrage bitte Aufnahme in Liste der maßgebenden Blogs. Genetisch bedingt schreibe ich meistens richtig, aber nicht immer. Blaumann grüßt vom Ufer!

  • Lyriost |  29.07.2009

    Erst mal, liebe Frau Pelzer, das Wort “erst mal” wird immer getrennt geschrieben. Leider findet sich das fehlerhafte “erstmal” auch im Deutsch-Englisch-Pons. Solche eindeutigen Fehler darf es in Wörterbüchern nicht geben, nicht gedruckt und nicht virtuell. Sorry.

  • Redaktion |  29.07.2009

    Lieber Lyriost,
    vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Blogbeitrag korrigiert und werden auch unserer Wörterbuch-Redaktion Bescheid geben und das noch einmal prüfen. Wobei auch der Duden beide Schreibweisen zulässt.

  • Redaktion |  29.07.2009

    Liebe Sibylle Blaumann,
    vielen Dank für Ihr Lob und mal schauen, was sich aus Ihrer “Bewerbung” machen lässt.

  • Andrea Kamphuis |  30.07.2009

    “Wobei auch der Duden beide Schreibweisen zulässt”: Also, *mein* Exemplar nicht. :-)

  • Redaktion |  31.07.2009

    Liebe Andrea Kamphuis,
    welche Ausgabe haben Sie denn vorliegen? In der neuen 25. Ausgabe ist beides erlaubt. Ich werde aber unseren Experten aus der Deutsch-Redaktion gern noch einmal dazu befragen und seine Antwort hier im Blog veröffentlichen.

  • Lyriost |  31.07.2009

    Da mir der Duden seit einiger Zeit insgesamt zu unprofessionell erscheint, besitze ich die neue 25. Ausgabe nicht, im neuen Wahrig jedenfalls ist “erstmal” nicht als korrekte Variante aufgeführt. In allen mir bekannten anderen Wörterbüchern (einschließlich Duden, 24. Auflage) ebenfalls nicht. Daher vermute ich, dass es sich, sollte ab der 25. Auflage diese Schreibweise plötzlich erlaubt sein, um einen Druckfehler oder Ähnliches handelt. Oder liegt gar eine Verwechslung mit dem Adverb “erstmals” vor, das natürlich zusammengeschrieben wird? ;-)

  • Redaktion |  31.07.2009

    Lieber Lyriost,
    ich fürchte an dieser Stelle haben wir wohl alle etwas hinzugelernt. Von einem Schreibfehler ist nicht auszugehen. Es ist in der 25. Ausgabe tatsächlich in beiden Schreibweisen aufgeführt. Der gelbe Freund hat “erstmal/ erst mal” sogar gelb markiert. Da scheint es eine Änderung gegeben zu haben. Ein schönes Wochenende und liebe Grüße.

  • Lyriost |  01.08.2009

    Na, dann dürfen wir uns alle “schonnmal” freuen auf die 26. Auflage der Mannheimer Wörterbraterei, in der dann vielleicht auch empfohlen wird, zukünftig “schon(n)mal” und “kommmal” zu schreiben. Nur gut, dass solche Merkwürdigkeiten nicht mehr “amtlich” sind. :-D

  • Schüler |  03.08.2009

    Habe heute zum ersten mal das Rechtschreibwörterbuch Ihrer Seite genutzt. Dort kommt, wenn man nach “Dienstag” sucht, folgendes Beispiel:
    “Am Dienstag, den 2.8., geht es los.”
    Nachdem mir ein Lehrer dies vor etlichen Jahren als Fehler angekreidet hat (es hieße korrekt “dem 2.8″), bin ich doch etwas erstaunt.
    Hat mir mein Lehrer Unsinn erzählt, oder ist dies ein Fehler von PONS?

  • Lyriost |  03.08.2009

    Lieber Schüler,

    “Werden Wochentag und Datum in Verbindung mit am oder vom geschrieben, so steht die Datumsangabe im Dativ.”

    Quelle: Wahrig-Wörterbuch

  • Schüler |  04.08.2009

    Danke für die Antwort.
    Die entsprechenden Beispiele tauchen nun auch nicht mehr auf. Anscheinend überprüft PONS die Geschichte erst einmal.

  • Storyblogger » Ein &hellip |  12.08.2009

    [...] die Schulheftkampagne von PONS hat Björn Eichstädt an dieser Stelle schon berichtet. Und hier auch. Wer hätte geahnt, [...]

  • Schüler |  16.08.2009

    Nun ist das Beispiel – in leicht veränderter Form – wieder da:
    “Am Dienstag, den 2.8.[,] geht es los.”

    Die Verwirrung natürlich ebenfalls, da dies der Aussage von Lyriost widerspricht.

  • “Liebe Anne Pelzer,&hellip |  17.08.2009

    [...] Standardsatz abzuspulen, dass ich Ihnen jetzt genauso wie die restliche Bloggosphäre zu Füßen [...]

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