Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

Blogging for the Company

15. Juli 2010

Heute besinne ich mich darauf, dass „Blog“ ja von „Weblog“ kommt, also auch den Aspekt eines  im Netz veröffentlichten Tagebuches hat. Ich nehme  das mal wörtlich und lasse Sie teilhaben an Beobachtungen und Gedanken der letzten Tage. 

 Akustische Stimulation Teil 1: Das Telefon klingelt neulich just während des Bloggens; am Apparat ein Kollege, ein erfahrener Blogger, dessen Blogs ich immer wieder gern lese. Sein Frankreich-Blog wurde vielfach gewürdigt.  Toll ist auch , dass er unlängst auch in einem weiteren seiner Blogs auf  unser erstes PONS.EU-Video hingewiesen hat.

Der Kollege eröffnete, dass er demnächst über den Deutschblog „etwas schreiben“ wolle, weshalb ich mich jetzt schon auf richtig gute Lektüre freue. Dafür sollte ich ihm nun „in zwei Sätzen sagen, warum ich blogge“.

Akustische Stimulation Teil 2: Ich bin Fan der Rolling Stones. Aus dem legendären Album It’s Only Rock’n Roll (1974) geht mir seit Tagen der Song „Luxury“ nicht aus dem Sinn. Nicht nur wegen der Ohrwurmmelodie. Sollte mein Unterbewusstsein mir mit diesem Text den Weg zu den Erfolgsgeheimnissen des Bloggens weisen wollen, gar die Antwort auf die Telefon-Frage geben? Warum blogge ich? Prüfen wir einzelne Textzeilen auf diesen Aspekt:

 „I want a real fine car, fly to Miami too „ – Nein das scheidet aus, muss nicht nach Miami , in Stuttgart ist es zur Zeit heiß genug.

 „All the rum, I want to drink it, all the whiskey too“ – Nein doch, wo denken Sie hin, das geht gar nicht.

 „I’m working so hard, I’m working for the company. You can’t call me lazy on  seven days a week“

 DA  könnte eine geheime Verbindung liegen, vielleicht:

 I’M BLOGGING SO HARD, I’M BLOGGING FOR THE COMPANY

 „I think it’s such a strange thing, giving me concern“

 Oh, fast unheimlich, der Songtext bekommt blogphilosophische Relevanz: „Concern“ – sollte ich mir Sorgen machen? Gefällt der Deutschblog?  Aufmerksamkeit, Echo zu erhalten, das ist doch auch beim Bloggen das Ziel.

Für ein Echo muss einer rufen. Und Lexikografen wurden in früheren Zeiten nicht eben als Rufende gesehen, eher als Bewohner des Elfenbeinturms. Durch dicke Mauern der Abschottung dringen keine Rufe.

Ganz anders heute: Begreift man Bloggen als Dialog und als Angebot zum Dialog, so könnte man Bloggen für PONS Die deutsche Rechtschreibung als natürliche Tätigkeit betrachten.

Unser Wörterbuch ist in seiner Grundintention darauf ausgelegt, dass Menschen mitmachen, sich einbringen.

Dass diese Sicht der Dinge von vielen geteilt wird, sehen wir  an der Masse der Wortmeldungen, die uns bis heute erreicht haben.

Und wir freuen uns, wenn Urteile über uns das loben, was unseren Benutzern nutzt: Das Plus an Aktualität, manchmal mit der zeitlichen Nähe eines Tages – oder einer Fußball-WM (grins).

 Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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