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Weil richtig schreiben wichtig ist

Finale

12. Juli 2010

Aus Angst vor der Leere nach dem Ende der Fußball-WM 2010 ergriffen alle Sportjournalisten nach dem Sieg der Spanier noch einmal die Chance und formulierten weltmeisterliche Schlagzeilen. Auch wir verabschieden uns mit diesem Blog von dem aus sprachwissenschaftlicher Sicht überaus ergiebigen Thema „Fußball-WM 2010 in Südafrika“.

Die meisten Artikel in den heutigen Zeitungen ziehen ein negatives Fazit vom Finale, denn sie handeln von den brutalen Fouls der Holländer. So titelte Focus-Online „Spanien siegt gegen „Voetbal brutal““ und Welt-Online bezeichnete das Spiel als „wüste Treterei“ vor der der englische Schiedsrichter kapitulierte.

Ganz besonders im Fokus der Journalisten steht Arjen Robben. Er wird „Unglücksrabe statt Matchwinner (SZ-Online)“ und „Hollands Chancen-Tod (Welt-Online)“ genannt, da er die entscheidenden Tormöglichkeiten vergab. Zu seinem Misserfolg beigetragen hat vor allem der spanische Spieler Joan Capdevila, der laut Welt-Online auf „Robben-Jagd“ war.

Positiv äußerte sich Tuttosport, denn sie titelte „Conquistadores – Spanien vergrößert sein Imperium: Nach Europa erobern sie die Welt.“

Eine der kreativsten Überschriften verfasste Welt-Online: „Der Stier bezwingt das tapfere Sneijderlein.“

Es dürfte der spanischen Nationalmannschaft jedoch ganz egal sein, was in den Zeitungen und im Internet steht, denn die nächsten Tage wird es in Spanien eine „Fiesta dank Iniesta (BILD)“ geben, oder besser gesagt: eine „Winiesta (The Sun)“. Olé!

Iris Leibold


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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