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Vom Anchorman zu Merkels Mainzelmännchen

11. August 2010

Steffen Seibert ist seit heute der neue Regierungssprecher und Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Bekannt wurde der 50-jährige durch seine Tätigkeit als „heute“-Anchorman (spiegel.de) beim ZDF; diese berufliche Vergangenheit brachte ihm für seine neue Position den Spitznamen „Merkels Mainzelmann“ ein (zeit.de).

Doch welchem der Mainzelmännchen entspricht Herr Seibert am ehesten?

Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland können nur hoffen, dass der neue Regierungssprecher so bodenständig wie Anton, so innovativ wie Conni, so schlau und belesen wie Det und so dynamisch wie Fritzchen ist.

Seiberts Jobwechsel vom kritischen, parteilosen Journalisten zum Instrument der schwarz-gelben Bundesregierung wurde in den letzten Wochen scharf kritisiert; er habe sich „vom Welterklärer zum Merkelflüsterer“ (stern.de) gewandelt.

Falls es einen Regierungswechsel geben sollte oder falls es sich herausstellen sollte, dass er dem Job nicht gewachsen ist, könne Seibert laut ZDF jederzeit wieder nach Mainz zurückkehren. Doch dies ist eher unwahrscheinlich, denn selbst der Parteilose, der sich als Wechselwähler geoutet hat, werde nach seiner Zeit in Berlin nicht mehr als parteilos gelten (sueddeutsche.de). Außerdem wurden bereits Talkshow-Königin Maybritt Illner und Washington-Korrespondent Matthias Fornoff (spiegel.de) als Seiberts Nachfolger benannt.

Iris Leibold


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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