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Google: Gefährdete Sprachen

25. Juni 2012

 

Mit dem  Endangered Languages Project bietet Google jetzt eine Online-Plattform, die für Sprecher gefährdeter Sprachen und jene, die sie erhalten wollen, entwickelt wurde.  Sie soll es ermöglichen, Informationen zu sammeln, Video- und Audio-Dateien sowie Dokumente hochzuladen und sich mit anderen auszutauschen.

Während mit Sorbisch, Obersorbisch oder West-Jiddisch auch einige Sprachen innerhalb Deutschlands als gefährdet angeführt werden, lokalisiert das Projekt die meisten stark gefährdeten Sprachen an der Westküste Nord- und Südamerikas und in Südasien. Bisher gibt es, auf der Grundlage des so genannten Catalogue of Endangered Languages der beiden Trägeruniversitäten, nur jeweils einige Basisdaten zu den Sprachen: Wo sprechen wie viele Menschen die Sprache und zu welcher Sprachgruppe gehört sie?

Aktuell gibt es weltweit noch rund 7.000 verschiedene Sprachen, von denen in diesem Jahrhundert wohl die Hälfte verschwinden wird. Google sieht seine Rolle in dem Projekt als Entwickler der benötigten Werkzeuge, mit denen Sprachen online konserviert werden können. Wenn die Plattform auf die realen Bedürfnisse ihrer Nutzer optimiert ist, soll sie an linguistische Forschungsgruppen abgegeben werden.

In den kommenden Monaten sollen sowohl Privatpersonen als auch Wissenschaftler aus aller Welt die Seite bestücken: Mit wissenschaftlichen Papern, Sprachdokumentationen in Text, Bild und Ton und Fallstudien, womöglich über den Dialekt im eigenen Dorf.

Andreas Cyffka

https://twitter.com/#!/ponsdeutschblog
DEUTSCH: NOCH SEHR LEBENDIG


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


Kommentare

  • Hiltraud P. |  25.06.2012

    Schwanengesang der Sprachen?

  • Jens P. |  25.06.2012

    Dass im Online-Zeitalter die Sprache verwurschtlt wird, ist klar … nun soll sie online bewahrt werden – passt irgendwie!


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