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Weil richtig schreiben wichtig ist

Sprachlich Interessantes rund um den Nikolaus

06. Dezember 2012

 

Der Nikolaus ist nicht nur eine Weihnachtsfigur – benannt nach einem als Heiligen verehrten Bischof von Myra.

Nikolaus ist auch ein männlicher Vorname. In der Schweiz wird  der weihnachtliche Nikolaus und der Männername gleichermaßen zu Niklaus verkürzt.  Zum weihnachtlichen Nikolaus sagt man in der Schweiz auch Samiklaus oder Samichlaus (aus: Sankt Nikolaus).

Muss man den Nikolaus mal in den Genitiv setzen, tut man dies mit oder ohne -es: der Besuch des Nikolaus /der Besuch des Nikolauses.

Und wie ist das im Plural? Auch hier gibt es zwei Formen: die Nikoläuse und die Nikolause.  Der Nikolaus kommt ja selten allein. Sein Begleiter ist der Knecht Ruprecht. Sollte der sich mal ans Zeilenende verlaufen: Ru-precht und Rup-recht sind beide korrekte Trennungen.

In Wikipedia liest man: “Jacob Grimm  meinte, dass Ruprecht – wie der Name – auf das althochdeutsche  hruodperaht‚ Ruhmglänzender‘ und damit in die Nähe des germanischen Gottes Wotan verwies oder dass er Diener (Knecht) der Göttin Holle war. In der heutigen Forschung werden solche etymologische  Herleitungen verworfen. Man geht vielmehr davon aus, dass der Name auf Brauchfiguren aus dem Alpenland verweist. Die Herleitung aus rûhperht ‚rauhe Percht‘ beinhaltet eine Verbindung zu winterlichen Umzugsgestalten, die vorwiegend an Epiphanie auftreten. Eine Verbindung besteht in Gestalt der Frau Perchta. Allerdings lassen sich genauere Herleitungen aufgrund der Quellenlage nicht bestätigen. An Regionalnamen finden sich etwa Ruppknecht, Knecht Nikolas, Nickel, Pelznickel (am Mittelrhein).

 


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Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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