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Weil richtig schreiben wichtig ist

Valentinstag

14. Februar 2013

Sollten Sie langsam etwas wintermüde sein: Licht ins Winterdunkel bringt der heutige Valentinstag. Er geht zurück auf Bischof Valentin von Terni, der als christlicher Märtyrer starb. Mehrere Orte in Deutschland haben eine Reliquie des hl. Valentin, wie zum Beispiel die bayerische Stadt Krumbach, Landkreis Günzburg. 

Valentin war im dritten Jahrhundert nach Christus der Bischof der italienischen Stadt Terni. Er traute mehrere Brautpaare, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Dabei soll er den verheirateten Paaren auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Der Tag, der heute als Fest der Liebenden gilt, spielte in früheren Zeiten eine ganz andere Rolle im Volksglauben: Er galt als Geburtstag von Judas Ischariot und damit als ein Unglückstag.  

Noch im 19. Jahrhundert haftete dem Valentinstag in vielen Regionen etwas Unglückseliges an. “Kinder, die am 14. Februar geboren werden, werden nicht alt”, lautete damals ein gängiger Aberglaube in Norddeutschland, Böhmen und Schlesien. Der Tag galt als Geburtstag des Judas Ischariot.

Ganz sicher NICHT hat aber der berühmte Komiker Karl Valentin [gesprochen: 'faləntin] etwas mit dem Valentinstag zu tun. Daher sollte man auch bei der Aussprache auf den kleinen Unterschied achten und den Valentinstag mit einem weichen Konsonanten am Anfang aussprechen, also: Walentinstag und nicht Falentinstag!

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Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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