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Video zur PONS Online-Diskussion am 3.11.09: Rechnen mit Prinzessin Rosarot

03. November 2009

Sebastian Weber, Verlagsleiter bei PONS, und der Blogger Patrick Breitenbach zum Thema „geschlechtsspezifische Übungsbücher“:

Rechnen mit Prinzessin Rosarot – PONS Online-Diskussion 3.11.09 from PONSeu on Vimeo.


Redaktion | Kategorie: KONTROVERSES

Kommentare

  • Georg Krüger |  04.11.2009

    Ich finde es sehr lobenswert das PONS sich dazu und in dieser Form äußert.

    Ich frage mich dennoch, wieso man sich nicht stringent an den hier positive geannnten Beispiel fokussiert hat.

    Dennoch kann ich PONS verstehen, denn auch PONS ist ein Unternehmen, dass sich am Markt orientieren muss. Darum richten sich die Themen auch nach bestehenden Klischees, bzw. der aktuellen Gesellschaft.

    Sie wollten ein Produkt erschaffen, dass sie verkauft. (Das hört man auch aus den Äßerungen während der Diskussion raus) PONS sollte man hier keinen Vorwurf machen.

    Dennoch schön, dass sie den Dialog suchen.

  • iRead |  04.11.2009

    Ich habe auch großen Respekt davor, dass sich PONS der Diskussion von sich aus stellt.

    Aber in meinen Augen ist dieses geschlechterspezifische Lehrbuch (der Begriff allein stört mich schon) aus Gender-politischer Sicht eine Katastrophe.
    Die Interessenunterschiede selbst sind zumeist gesellschaftlich gemachte Konstrukte, die dadurch nur noch stärker gefördert werden. In meinen Augen wird hier das Problem falsch angepackt. Statt den Baum an der Wurzel mit Nährstoffen zu behandeln, schneidet man die kranken Teile einfach zurück.
    (O.k. eine schlechte Metapher.)

    Aber gut, PONS ist nunmal ein marktorientiertes Unternehmen, das auf Nachfrage reagiert. Die Gesellschaft sollte über das Rollenbild und die künstliche Herstellung und Pflege von Geschlechterunterschieden nachdenken.

  • Pons und Geschlechterpoli&hellip |  04.11.2009

    [...] 04.11.2009: PONS hat auf die Kritik im Netz reagiert und ein Video zur PONS Online-Diskussion am 3.11.09: Rechnen mit Prinzessin Rosarot online gestellt. Bildet euch selbst eine Meinung, ich konnte es mir bisher noch nicht ansehen. [...]

  • Peter Mauerbach |  02.01.2010

    Die Aspirin-Werbung auf der Pons Seite ist so was von pennetrant. Wenn man den Ton ausschaltet, schaltet er sich automatisch beim nächsten Durchlauf wieder ein! Bayer sollte sich für so eine geistlos, dumme Werbung schämen!!! Darf man davon ausgehen, dass ein Unternehmen genauso blöd wie seine Werbung ist? Ich zumindest werde nie wieder Aspirin oder ein Bayer Produkt kaufen!

  • Jörg Umfahrer |  02.01.2010

    Ich finde es großartig, dass PONS mit den geschlechtsspezifischen Übungsbüchern wieder den jungen MENSCHEN in den Mittelpunkt stellt und seinen Bedürfnissen entgegenkommen will. Ideologien jeglicher Art haben sich hinten anzustellen. Weiter so!

    Diese widerliche, geschmacklose und penetrante Bayer-Werbung bildet dazu leider den negativen Gegenpol. Wie konnte sich diese Heimsuchung auf die sonst so seriösen PONS-Seiten verirren?

  • abc |  05.01.2010

    Warum geht es in dieser Diskussion eigentlich fast nur um Mädchen?
    Aus nicht näher erklärten Gründen sind die femininen Interessen von Mädchen offenbar ein Problem. Als positive Gegenbeispiele werden dann Geschichten vorgestellt, in denen die Mädchen männlich-konnotierten Aktivitäten nachgehen. Selbst im Negativ-Beispiel, das wohl hauptsächlich wegen der unglücklichen Formulierung in die Kritik geraten war, will die Heldin lieber Fußball spielen, während ihre langweilige Freundin mit Puppen spielt – erst beim neutraleren Malen treffen sich die beiden wieder. (Gibt es eigentlich im Jungenbuch eine Geschichte, in der vermittelt wird, dass es ok ist, wenn Jungs mal “zum Mädchen werden” und mit Puppen spielen?) Dann betont Herr Weber zwei mal, dass ja Mädchen auch mit dem Buch für Jungs arbeiten können. (Ich nehme an, Jungs können auch mit dem Buch für Mädchen arbeiten?) Und als er dann erklärt, dass sich die Geschlechter später ja “zum Glück” wieder aneinander angleichen, belegt er dies sofort mit dem Beispiel, dass ja nachher nicht nur Lillifees rumlaufen. (Ich denke, auch unter erwachsenen Männern gibt es nicht nur Wilde Kerle, aber das wäre offenbar keine so furchterregende Vorstellung wie ein Haufen Lillifees.) Ich fürchte, hier spiegelt sich ein ziemlich negatives Bild typisch weiblicher Interessen (seien sie nun angeboren oder sozial erworben). Ich kann dies nur als eine Art verlagerten Sexismus deuten. Zwar darf man heute nicht mehr sagen, das Mädchen weniger wert sind als Jungen, aber Femininität wird gegenüber Maskulinität immer noch als minderwertig beurteilt.
    Es kann natürlich sein, dass Herr Breitenbach und Herr Weber hier vielleicht einfach nur auf die ebenfalls ziemlich einseitige Kritik an den Büchern eingehen. Der taz-Artikel selbst schien mir zwar ein wenig ausgewogener als diese Stellungnahme, aber schon in den Leserkommentaren findet sich genau die gleiche Tendenz: Z.B. distanziert sich eine Frau nach der anderen vehement von der Farbe Rosa, während kein Mann es für nötig hält, klarzustellen, dass seine Lieblingsfarbe nicht unbedingt Blau ist. Warum macht uns Rosa Angst? Was ist objektiv schlechter an Rosa als an Blau, wenn es nicht einfach daran liegt, dass man es mit Mädchen assoziiert?
    Grundsätzlich finde ich geschlechtsspezifische Lernbücher gar nicht so schlimm, solange niemand dazu gezwungen wird, aber ich fürchte, wir ziehen gerade eine weitere Generation von jungen Frauen heran, die später an der Uni voller Stolz erzählen, dass sie schon als kleine Mädchen viel lieber mit den “Jungs-Diktaten” gearbeitet haben, weil sie ja ohnehin schon immer total die Tomboys waren…
    Tomboys sind klasse, aber es sollte sich auch niemand dafür schämen müssen, Pferde und rosa Haarreifen zu mögen. Herr Weber, wenn Sie schon ein “Mädchenbuch” auf den Markt bringen, dann stehen sie wenigstens zu den Inhalten.

  • Anne Pelzer |  12.01.2010

    Die Aspirin-Werbung mit dem störenden Sound auf http://www.pons.eu ist inzwischen deaktiviert, danke für das Feedback.

    Viele Grüße
    Anne Pelzer

  • Ermis-Net Social Bookmark&hellip |  23.02.2010

    Fehlermeldungen PONS.EU » Blog Archive » Video zur PONS Online-Diskussion am 3.11.09: Rechnen mit Prinzessin Rosarot…

    Blogger Patrick Breitenbach spricht mit dem Verlagsleiter bei PONS zum Thema “geschlechtsspezifische Übungsbücher”… ganz kurzweilig…

  • Kuba |  18.03.2010

    Wenigstens wird hier auf die aktiven User eingegangen, und nicht wie auf anderen Seiten üblich, einfach die Kommentarfunktion deaktiviert.

  • Moritz |  30.03.2010

    Schade, dass es hier in diesem Blog keine neuen Inhalte mehr gibt. War immer ganz nett zu lesen!

Online-Diskussion

03. November 2009

Sebastian Weber, Verlagsleiter bei PONS, wird heute ab 12.00 Uhr dem Blogger Patrick Breitenbach zum Thema „geschlechtsspezifische Übungsbücher“ Rede und Antwort stehen.

Die Diskussion wird live bei USTREAM übertragen und steht anschließend hier im Blog als Video zur Verfügung.

Zur Liveübertragung.

Wenn Sie Fragen und Anregungen zum Thema haben, können Sie bei USTREAM die Chatfunktion (für registrierte Mitglieder) nutzen oder uns über Twitter kontaktieren.


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