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Weil richtig schreiben wichtig ist

Noch mehr Namen…

02. Juli 2010

Tischfußball

Fußballspieler bekommen von Journalisten gerne Spitznamen verpasst – diese können je nach Leistung positiv oder negativ sein.

Der spanische Nationalspieler Piqué wird oft lobend mit Franz Beckenbauer verglichen und erhielt den Beinamen “Piquenbauer.”  Die sehr gute Leistung von Arjen Robben im letzten Länderspiel wurde von der Süddeutschen Zeitung mit der Überschrift “Raketen-Robben” honoriert.

Doch es geht auch anders: Der erfolglose Cristiano Ronaldo wird seit Tagen als “Ronulldo” verpönt, der nicht sehr attraktive Wayne Rooney als “Pitbull-Primadonna” beleidigt.

Auch die Nationalmannschaften bekamen im Laufe der Jahre allerlei Spitznamen. Bestes Beispiel diese Woche ist die englische Nationalelf, die sonst den stolzen Titel “Three Lions” trägt; sie wurde von der wütenden britischen Presse zu zahnlosen Schmusekatzen degradiert.

Die meisten Nationalmannschaften werden nach ihren Nationalfarben benannt, wie etwa die Niederländer (Oranje), die Italiener (Azzurri) oder die Franzosen (Les Bleus), oder sie werden schlicht als „Seleção“ (dt. Auswahl) bezeichnet.

Länder hingegen, in denen Fußball erst seit kurzem populär ist, geben ihren Nationalmannschaften “modernere” Namen, wie zum Beispiel Australien (Socceroos), Nigeria (Super Eagles) oder Ghana (Black Stars).

Aus der Reihe tanzen die Südafrikaner: deren Nationalmannschaft trägt den Beinamen “Bafana bafana” (die Jungs). Ähnlich lautet seit zwei Jahren auch der Kosename der deutschen Fußballnationalmannschaft, die erstaunlicherweise keine traditionelle Bezeichnung hat. Doch die deutsche Nationalelf, das sind nicht einfach nur irgendwelche Jungs – das sind “Jogis Jungs”. Und des sin die wo gewinne welle!

 Iris Leibold


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, FUNDSTÜCKE


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