Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

Mit PONS SnapTranslate zur richtigen Übersetzung: Schnell, zuverlässig, sicher und günstig

29. September 2010

Sie sitzen in einem Restaurant in Madrid und verstehen die Speisekarte nicht? PONS bietet iPhone-Usern ab sofort eine sehr elegante Lösung für solche sprachliche Zwickmühlen an: Die neue Übersetzungs-App SnapTranslate fotografiert fremdsprachige Texte und liefert innerhalb weniger Sekunden problemlos die passende Übersetzung – mit Hilfe der innovativen Realtime-Textdetection-Technologie von beyo.

Schnelles Erfassen des fremdsprachigen Textes, Übersetzung in wenigen Sekunden
Die Software erfasst innerhalb kürzester Zeit den Text, der über die Kamera des iPhones anvisiert wird, der automatische Auslöser mit audiovisuellem Feedback verhindert verwackelte Aufnahmen – man kann SnapTranslate komplett mit einer Hand bedienen.
Der User kann dann aus den erfassten Textblöcken den Teil wählen, der übersetzt werden soll. Nur dieser Text wird dann sicher verschlüsselt übertragen und übersetzt, was die Anwendung besonders schnell macht und unnötigen Datentransfer verhindert. Die Übersetzung liegt nach wenigen Sekunden vor, man kann sie sich als Text anschauen oder über die Tonausgabe des Geräts vorlesen lassen, auch das Buchstabieren einzelner Wörter ist möglich. Wörter und Wendungen, die im Text vorkommen, können zusätzlich direkt und werbefrei in www.pons.eu, dem Onlinewörterbuch des PONS-Verlags nachgeschlagen werden.

SnapTranslate, geeignet für iPhone 3GS und iPhone 4 ist ab sofort bei iTunes für 3 verschiedene Sprachpakete erhältlich: Starter (9,99 EUR, Deutsch-Englisch), Premium (14,99 EUR, Deutsch, Englisch, Französisch) und Ultimate (29,99 EUR, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Polnisch): http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewArtist?id=389980129

Kostenlose Free-Version zur Einführung
Für den Launch steht für alle interessierten iPhone-User bei iTunes eine kostenlose Free-Version Deutsch-Englisch zum Testen zur Verfügung, die 20 Aufnahmen erlaubt und den vollen Funktionsumfang bietet:
http://itunes.apple.com/de/app/id390124528


Anne Pelzer | Kategorie: ALLGEMEINES

Kommentare

Europäischer Tag der Sprachen

28. September 2010

 

Am 26. September war der Europäische  Tag der Sprachen.  Es gibt ihn seit 2001. Mit ihren 23 Amtssprachen und über 40 Regional- und Minderheitensprachen bildet die EU eine einzigartige mehrsprachige Gemeinschaft von Ländern und Menschen.  Der Europäische Tag der Sprachen wird jedes Jahr gefeiert und hat das Ziel, die Wichtigkeit des Sprachenlernens öffentlichkeitswirksam zu betonen, das gesellschaftliche  Bewusstsein für alle in Europa gesprochenen Sprachen zu schärfen und für lebenslanges (Sprachen)Lernen einzutreten. Zahllose Veranstaltungen in allen 45 Mitgliedsstaaten des Europarates waren daher einem Thema gewidmet - der Sprachenvielfalt und dem Erlernen von Fremdsprachen. Die Europäische Kommission sagt dazu:

“Sprachen sind gut fürs Geschäft – so lautet die wichtigste Botschaft des diesjährigen Europäischen Tags der Sprachen. Mitarbeiter mit guten Sprachkenntnissen sind unverzichtbar, wenn es um den Handel mit anderen Ländern geht. Und Arbeitssuchende können durch das Erlernen einer neuen Sprache ihre Beschäftigungsaussichten verbessern.Der Europäische Tag der Sprachen fördert das Erlernen von Fremdsprachen in jeder Altersstufe. Ziel der Veranstaltung ist auch, das Bewusstsein für die vielen verschiedenen in Europa gesprochenen Sprachen zu schärfen und Sprache in all ihren Ausdrucksformen zu feiern.”

Doch gibt es neben dem “Feiern” der Sprache auch handfestere Implikationen. So heißt es in einer EU-Presseerklärung:

“Schätzungen zufolge verlieren 11 % der kleinen und mittleren Unternehmen Aufträge, weil es ihnen an Sprachkenntnissen mangelt. Die Kosten dieser verpassten Chancen können in die Millionen gehen und Arbeitsplätze gefährden. Der diesjährige Europäische Tag der Sprachen, der am und um den 26. September stattfindet, legt den Schwerpunkt auf Sprachen in der Wirtschaft. ”

Die  EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassilio:   „Den Menschen in Europa wird in zunehmendem Maße bewusst, welchen Unterschied Fremdsprachenkenntnisse für ihr Leben ausmachen können. Sprachen sind nicht nur von praktischem Nutzen für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen, sondern sie erweitern auch die Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen, da sie einen Wettbewerbsvorteil darstellen und Exportmärkte erschließen. ”

Unter den genannten Beispielen findet sich etwa das finnische Unternehmen Golla, Hersteller modischer Taschen für Mobiltelefone, Laptops und andere elektronische Geräte, das sich aus  einer kleinen Werkstatt zu einem Global Player entwickelte, der  in über 100 Ländern vertreibt.  

Das ist nicht nur ökonomisch eine Leistung, sondern auch linguistisch, denn: “Das Finnische unterscheidet sich als finnougrische Sprache erheblich von den indogermanischen Sprachen, zu denen der Grpßteil der in Europa gesprochenen Sprachen gehört .” (Wikipedia)

 Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, WISSENSWERTES

Kommentare

  • Jürgen |  28.09.2010

    Zitat: “Und Arbeitssuchende können durch das Erlernen einer neuen Sprache ihre Beschäftigungsaussichten verbessern.”

    Das hört sich ja in der Theorie ganz gut an. Nur dass Sprachkurse nicht umsonst sind, im Gegenteil, oft blecht man ganz schön dafür. Und dass das auf der Prioritätenliste der Arbeitslosen dann nicht ganz oben steht finde ich nachvollziehbar.

  • smash |  28.02.2012

    Great work! This is the kind of information that are meant to be shared across the web. Shame on the seek engines for now not positioning this publish upper! Come on over and talk over with my website . Thank you =)

Rechtschreibflames

27. September 2010

Durch das Netz surfend  auf der Suche nach dem Deutschbloggen gewogenen Brandungen ergoogelte ich mir dieser Tage ein Wort, das mich stocken ließ: Rechtschreibflames. Das Wort ließ mich nicht nur staunen, sondern auch an mein Alter denken. Denn der englische Ursprung des zweiten Wortbestandteils, kess angeheftet an mein Trademark-Thema, ließ mich bereits vermuten, dass dies ins Reich der Jugend führen würde.  Und richtig:  Wikipedia erklärte mir, dass ein Flame aus dem Englischen kommt ( im Gegensatz zu einem Flamen, dachte ich, weil dieser aus Flandern kommt) und “ein ruppiger oder polemischer Kommentar bzw. eine Beleidigung in einer E-Mail-Nachricht, Chatsitzung, einem Forenthread oder in einem Wiki ist.”  Der Flame werde  gerne für aggressive Beiträge ohne Sachbezug verwendet. Wenn es also zum virtuellen Äußersten kommt, und der User Generated Content zum Waffengang, dann liegt gar ein Flame-War vor -  ” eine kontroverse Diskussion, bei der die Teilnehmer unsachlich und schließlich beleidigend werden. Ein Flame-War entsteht meist aus einer sachlichen Diskussion, die dann in Nebenkriegsschauplätze abrutscht. Typisch ist dabei, dass die „Argumente“ Schlag auf Schlag geliefert werden, so dass der Flame-War am Leben bleibt.” (Wikipedia)

Auch auf Gameservern werde Flaming betrieben. Ach, das ist interessant. Dann geht es beim Gamen also nicht nur um Spielen, aber bei der Rechtschreibreform ging es ja auch nicht nur ums rechte Schreiben.

Der Blogger grübelt: Wie kriegt er nun die Kurve in diesem Artikel? Flame, Flame-War? Richtig: War ist Krieg,  vielleicht Rechtschreibkrieg, sagen wir: orthography war? Ich googele, also bin ich. Richtig, es gibt eine Spur. Und die führt von der Spielkonsole direkt in ehrwürdiges Terrain, zum einem wissenschaftlichen Verlag.

Das kurze Summary des Buches sagt auf Englisch: “How does a country find itself ‘at war’ over spelling? This book focuses on a crucial juncture in the post-communist history of the Czech Republic, when an orthographic commission with a moderate reformist agenda found itself the focus of enormous public controversy.” Im Detail:

“Delving back into history, Bermel explores the Czech nation’s long tradition of intervention and its association with the purity of the language, and how in the twentieth century an ascendant linguistic school – Prague Functionalism – developed into a progressive but centralizing ideology whose power base was inextricably linked to the communist regime. Bermel looks closely at the reforms of the 1990s and the heated public reaction to them. On the part of language regulators, he examines the ideology that underlay the reforms and the tactics employed on all sides to gain linguistic authority, while in dissecting the public reaction, he looks both at conscious arguments marshaled in favor of and against reform and at the use, conscious and subconscious, of metaphors about language.”

Der Blogger grübbelt: Hat er “Czech nation” gelesen? Zumindest einige Schlüsselbegriffe erinnern ihn an die letzten 14 Jahre in der German nation: “reform, “heated public reaction”, “tactics employed on all sides”, “metaphors about language”.

Es scheint, dass Eingriffe in Sprache und ihre Schreibung, grundsätzlich starke Reaktionen auslösen (müssen), denn : “Jede Sprache hat ihre eigene Rechtschreibung, die mit der Geschichte der Sprache gewachsen ist. Auch die deutsche. Sie ist ein Stück ihrer Identität.” (Horst Haider Munske)

Das Allensbach-Institut konstatierte 2004 hinsichtlich der Akzeptanz der Rechtschreibreform: “Immer größer wird dagegen der Anteil derer, die mit den Achseln zucken und sagen: “Ist mir egal”. Er liegt inzwischen [im Jahre 2004; Redaktion] bei 38 Prozent. 1997 sagten das nur 20 Prozent.” Es wäre interessant, wie die Zahl heute – sechs Jahre später – lautet.  “Alt” schreiben, “neu” schreiben – “geflamt ” wird wohl nicht mehr so, dass es zum orthographic war reichen würde.  Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, FUNDSTÜCKE

Kommentare

  • Norbert |  27.09.2010

    Ich vermute die steigende Akzeptanz rührt einfach daher, dass die Leute merken, dass es kaum jemanden juckt, wie man schreibt.

  • Deutschblogger |  28.09.2010

    Das ist sicher ein Argument, Norbert. Wir hoffen natürlich, dass immer noch viele Rechtschreibung für wichtig halten!

Cumali – Rechtschreibung ist nicht mein Ding

24. September 2010

  

Rechtschreibung und Dichtung. Auf den ersten Blick scheint es wenig  zu geben, was diese beiden Aspekte von Sprache miteinander zu tun haben oder haben könnten. Rechtschreibung formuliert Regeln für die Verschriftlichung von Sprache. Gedichte können diese Regeln einhalten (die meisten tun es ja);  oder etwa in der experimentellen Lyrik diese Regeln auch bewusst verletzen. Das betrifft eher die formalen Aspekte von Sprache, wohingegen es wohl ziemlich selten ist, dass Rechtschreibung zum Gegenstand des Gedichts selbst wird. Helfen Sie mir auf die Sprünge, liebe Leser, falls ich  etwas übersehe, aber zumindest in der “großen” Literatur will mir da nichts einfallen. Blicken wir ins Netz, da findet sich zum Beispiel ein Gedicht wie das folgende, wobei betont sei, dass ich dieses jetzt nicht mit der Großkunst kontrastiere, also seinen literarischen Rang herabwürdigen oder auch nur beurteilen will, nichts stünde mir ferner.

Rechtschreibung

 
Rechtschreibung ist das Maß der Dinge,
doch wem sie heute noch irgendwie gelinge,
der wird dastehen wie ein Experte,
denn der ♥♥♥♥♥ [Name von der Redaktion geändert] bietet als Offerte
viele schreiberische Möglichkeiten an.
Er ist mittlerweile ein Rätselheft für jedermann.
 
Wird es groß oder klein geschrieben?
Welches Satzzeichen kommt hier nach Belieben?
Schreib ich  hier Doppel S oder Eszett?
Kommt hier ein F oder ein PH komplett?
Schreib ich ein Wort groß oder nur klein?
Was ist die Rechtschreibung doch so gemein!
 
Doch kein Wunder wenn sie sich wehrt,
vieles was richtig war ist nun auf einmal verkehrt.
Den ganzen hochgradigen Superhirnen ist es gelungen,
denn sie haben die Deutsche Sprache so bezwungen.
So wie man die Deutsche Sprache noch verehrt,
ist ihre Rechtschreibung in jedem Fall verkehrt.
 
(Geschrieben nach einem Zeitungsartikel vom heutigen Tage.
28.07.2006        Norbert Wittke)
 
Hübsch, nicht? Geschrieben 2006, als Rechtschreibung und ihre Reform auf dem Barometer der Emotionen noch ganz andere Werte erreichten!
 
Bemerkenswert finde ich “Orthogravieh” von Anne Sommer, dsa von Hanns Kronenberg  gestaltet wurde:

Ein Gedicht von Anne Sommer – Gestaltung Hanns Kronenberg

Und dann findet sich manchmal ein Bezug, der eigentlich kein Bezug ist. Wo die Rechtschreibung quasi negativ ins Themenfeld der Dichtung kommt – dann nämlich, wenn einer dichtet, der mit Sprachlichem seine Schwierigkeiten hat.

Der achtzehnjährige Cumali Zengin ist so einer. Der türkischstämmige Schüler der Herrenberger Hilde-Domin-Schule hatte eher andere Interessen als Sprache – bis  er ein Liebesgedicht schrieb  und einen Dichterpreis errang.

Er, der  ”oft zu spät kommt und auch mal seine Hausaufgaben nicht macht”, fand zu folgenden Zeilen:

Was – außer der Liebe natürlich – steckt dahinter? Seine Lehrerin, die Schulsozialarbeiterin  und der Dichter  Walle Sayer, der mit den Schülern einen Workshop machte. Beim Workshop entstanden zahlreiche Gedichte, die an die  Mörike-Gesellschaft eingesendet wurden, welche einen Lyrikwettbewerb für Schüler ausgerufen hatte,  Thema: “Enttäuschte Liebe”. Einer der  zwölf Sieger war  Cumali Zengin. Die Preisverleihung im Stuttgarter Literaturhaus war ein großer Moment für Cumali,  dessen Gedicht in der Literaturzeitschrift  ”Matrix” abgedruckt wurde.

 Das war im Herbst 2008.  Cumali wollte nach dem Berufseinstiegsjahr seinen Realschulabschluss nachholen, doch sein Zeugnis –  vor allem: die Deutschnote – war nicht gut genug.  Ausgerechnet. “Rechtschreibung ist nicht mein Ding, Groß- und Kleinschreibung und so.”

Andreas Cyffka


Kommentare

  • Mrs. K. |  01.11.2010

    Wow, das mit der Kuh ist echt witzig :-)

  • Mr. Phil |  18.01.2011

    Oh ja, das mit der Kuh ist witzig, hatte ich vorher aber bereits mal wo gesehen ;-) .

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