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Weil richtig schreiben wichtig ist

Eisheilige

09. Mai 2012

 

Nicht auf alle Heiligen kann man sich im gleichen Maße verlassen. Auf Schutzheilige schon, auf Scheinheilige eher nicht;  als sehr verlässlich kann man die Eisheiligen ansehen, denn sie – genauer: das so bezeichnete Wetterphänomen – stellen sich Jahr für Jahr mit eiskalter Präzision ein.

Kaltltlufteinbrüche in Mitteleuropa sorgen Mitte Mai  noch für Nachtfröste und können in der Landwirtschaft sogar zu  Ernteausfällen durch Minustemperaturen führen. Naturgemäß wird es besonders kritisch, wenn es zuvor bereits sehr mild war.

Im Deutschen werden  die “Eisheiligen” Pankratius, Servatius und Bonifatius je nach Region auch als “die drei Gestrengen”, “Eismänner” oder “gestrenge Herren” bezeichnet. Mamertus 11. Mai, Pankratius 12. Mai, Servatius 13. Mai, Bonifatius 14. Mai und die Kalte Sophie am 15. Mai sind die fraglichen Tage, die von  Hobbygärtnern und Landwirten gleichermaßen im Kalender rot angestrichen werden.

Doch nicht nur in  Österreich, Deutschland und der Schweiz,  sondern auch in anderen Ländern in Europa sind die Tage unter folgenden Namen bekannt:

-Saints de glace: Frankreich

-Ledeni Sveci: Kroatien

- fagyosszentek: Ungarn

- santi di ghiaccio: Italien

- Zimni ogrodnicy: Polen

- Järnnatt: Schweden

- Jernnettene: Norwegen

- sfinţii de gheaţă: Rumänien

DEUTSCHWETTER

Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


Kommentare

  • Alexandra |  10.05.2012

    Im Niederländischen heißen sie fast so wie im Deutschen: IJsheiligen


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