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Weil richtig schreiben wichtig ist

Gibt es auch Schweizer Schweizerdegen?

12. Juli 2012

 

Schweizer – das sind nicht nur die Bürger der Schweiz, “Schweizer” ist auch ein Adjektiv: Und ein grundsolides dazu: Schweizer Banken,  Schweizer Franken, Schweizer Uhren. Aber warum schreibt man eigentlich das Adjektiv “Schweizer” immer groß?  Als besondere Würdigung der Schweiz oder ihrer Währung oder der Qualität ihrer Uhren? Nein! Der Grund ist die Tatsache, dass “Schweizer” ein nicht flektierbares Adjektiv ist, das auf “-er” endet. “Nicht flektierbar” – was bedeutet das? Das heißt, dass das Adjektiv immer auf “-er” endet, egal vor welchem Substantiv und in welchem Fall es steht.

Das ist auch so bei “Wiener”, “Frankfurter” und “Pariser”.

Umgekehrt werden dann jene von geografischen Namen abgeleitete Adjektive kleingeschrieben, bei denen die Endung variiert:

der österreichische Käse ( die  österreichischen Komponisten)

Nicht zu vergessen: Bei einer Reihe von Wörtern ist “Schweizer” nicht attributives Adjektiv, sondern erster Wortbestandteil des Substantivs- und wird dann natürlich großgeschrieben:

die Schweizergarde (päpstliche Leibgarde)

der Schweizerdegen (jemand, der ausgebildeter Schriftsetzer und Drucker ist)

das Schweizerhaus (Chalet)

das Schweizerkreuz (Symbol der Schweiz)





Andreas Cyffka | 

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Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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