Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

BUCHVORSTELLUNG Populäre Irrtümer über Sprache

08. August 2012

Irrtümer über Sprache gibt es viele! Wie gut, dass es das Werk “Populäre Irrtümer über Sprache” (Reclam-Verlag) gibt, das wir im Deutschblog vorstellen wollen. Es basiert auf einer Vortragsreihe von Professoren der Universität Augsburg.

Was Sprache ist, scheint uns ziemlich klar zu sein, schließlich verwenden wir sie ständig. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich das Themenfeld aber als äußerst komplex: Ist Sprache eine Erscheinung der Natur, genetisch im Menschen angelegt – oder ist sie ein kulturelles Phänomen? Ist sie ein Werkzeug, mit dem man sich anderen verständlich macht oder ein System von Lauten, Wörtern und Satzgliedern, die nach bestimmten Regeln verknüpft werden, also nur Grammatik? Sind manche Sprachen schöner oder leichter als andere? Unterschiedlichste Alltagsbehauptungen werden dabei überprüft, etwa die These, in Norddeutschland spreche man besseres Hochdeutsch, der Dativ sei dem Genitiv sein Tod, die berühmte (falsche) Behauptung, die Eskimos hätten 200 Ausdrücke für ›Schnee‹, oder die These, ein Sprachenmix führe letztlich zu Sprachverfall.

Die beteiligten Professorinnen und Professoren hielten ihre Vorträge außerhalb des Campus an verschiedenen Orten der Stadt Augsburg. Sie standen somit vor der Herausforderung, Wissenschaft eben nicht für den Elfenbeinturm zu betreiben, sondern ihre Arbeit anregend und ohne Hörsaalatmosphäre einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die einzelnen Kapitel wurden von Oliver Ernst, Jan Claas Freienstein (beide Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft) und Lina Schaipp (Lehrstuhl für Angewandte Sprachwissenschaft – Spanisch) bearbeitet und gehen auf die folgenden Vorträge zurück : „Sprache ist Übereinkunft“ von Prof. Dr. Hans-Jürgen Heringer, „In Norddeutschland spricht man besseres Hochdeutsch“, von Prof. Dr. Werner König, „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, von Prof. Dr. Stephan Elspaß, „Erzählt wird im Präteritum“ von Prof. Dr. Klaus Maiwald, „Der Mensch ist einsprachig“, von Prof. Dr. Konrad Schröder, „Sprache X ist schwerer/leichter als Sprache Y“, von Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhold Werner, „Die Rechtschreibung im Englischen ist das reine Chaos“ von Prof. Dr. Dieter Götz, „Die Eskimos haben zweihundert Wörter für ‛Schnee’“ von Prof. Dr. Wolfram Bublitz, „Was nicht klar ist, ist nicht Französisch“, von Prof. Dr. Sabine Schwarze, „Sprachenmix führt zu Sprachverfall“, von Prof. Dr. Christiane Fäcke.


DEUTSCH: KEIN IRRTUM, SONDERN POPULÄR


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, FREUT UNS, GELESEN, WISSENSWERTES


Kommentare

  • Phil Ologe |  08.08.2012

    Sprache ist ein komplexes und vielfältiges Phänomen, da sie etwas lebendiges ist, und variabel wie der Mensch selbst. Man könnte argumentieren, es gibt ebensoviele Aussprachweisen wie Menschen

  • Phil Ologe |  08.08.2012

    Ups! Mein Kommentar gilt dem Vorigen Beitrag – ist es möglich, dies zu verschieben?


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