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Die Wurmlinger Kapelle

16. Oktober 2012

Die Wurmlinger Kapelle auf dem Kapellenberg (475 m ü.N.N., auch Wurmlinger Berg genannt) zwischen Tübingen und Rottenburg ist ein beliebtes Ausflugs- und Wallfahrtsziel. Der romanische Vorgängerbau wurde 1050 in der Amtszeit von Papst Leo IX. als Grabkapelle des Stifters Graf Anselm von Calw dort errichtet. Die romanische Krypta stammt aus der Zeit um 1150. Der gotische Nachfolgebau brannte 1644 ab. Die bis heute erhalten gebliebene barocke Kapelle wurde 1685 eingeweiht.
Von der am Fuße des Berges gelegenen Ortschaft Wurmlingen führt ein 1687 errichteter Kreuzweg zur etwa 130 m höher gelegenen Kapelle hinauf. Um die dem Heiligen Remigius geweihte Kapelle herum befindet sich der Friedhof von Wurmlingen.
Die Kapelle war für Ludwig Uhland Inspiration für das Gedicht Die Kapelle:

 
Droben stehet dle Kapelle,
Schauet still in’s Thal hinab,
Drunten singt bei Wies’ und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab’.

5
Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
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Die sich freuten in dem Thal;
Hirtenknabe! Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

eine grafik
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Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES


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