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Weil richtig schreiben wichtig ist

SCHON GEWUSST? – Anagramme

08. März 2013

 

Was haben die Wortpaare
Darlehen/  Haendler
Energiewandler/wiedererlangen
geschaeftlich/ schiefgelacht
Erkaeltung/ ungeklaert
Eifersucht / Schufterei
Hitparade/ Apartheid

gemeinsam? Sie sind allesamt Anagramme.

Anagramme sind Wörter und Sätze, die durch Umstellen der Buchstaben eines Wortes oder Satzes entstanden sind. Nur die gegebenen Buchstaben sind verwendbar und keine anderen dürfen zur Hilfe gerufen werden.

Wenn also Anna schreibt, ist’s ein Anna-Gramm,  wenn’s bei den gegebenen Buchstaben bleibt, ist es ein Anagramm. Anagramme taugen nicht nur zum Werbejux, nein: Sie spielen sogar in der Lyrik eine Rolle. Eine wahre Meisterin des Anagramm-Gedichts war Unica Zürn, die 123 Anagramm-Gedichte verfasst hat. Zum Beispiel dieses:

Das ist ein Anagrammgedicht

 

Ein Anagramm ist das Gedicht

gemacht im Anti-Sarg, im Sande.

An Ti gedacht, im Gras, im Sande,

stimmt dich der i-aa-Gesang an.

 

Das singt ein Tiger am am Dach.

Das ist mein Rachetag am Ding.

Da nagt sein Drama am Gesicht,

das ist ein Anagrammgedicht.

 

Ei das dich mag´ren Satang mit

Danten grimmig stich! – Das E-AA-

das Anagramm, dein geisticht

arme Magd sagt an: dein Ich ist

ein Gramm Dichtang. Ist E-A-

das Nest im Ei, ach dring am Tag

ein Anadicht, das Geistgramm –

ein Gramm ANA. Das Gedicht ist

im Na gemacht. Rest: DAS NA IGDI

ist der anamitische Dang-Gam-

Gam-Gan-dit – ein dramatisches

Gedicht. Das ist ein Anagramm

 

Andreas Cyffka | 

RECHTE SCHREIBUNG – EIN GEDICHT!


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, POESIE, SCHON GEWUSST?


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