Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

Sprachlos

18. April 2013

Berufsanfänger haben oft nur unzureichende Deutschkenntnisse. Das bemängelt die DIHK-Bildungsexpertin Berit Heintz und fordert, die frühkindliche Sprachförderung zu intensivieren.

 

Deutschen Unternehmen fehlt qualifizierter Nachwuchs. Viele junge Bewerber verfügen nicht über die notwendigen Schlüsselqualifikationen. Was noch gravierender ist: oft fehlt ihnen buchstäblich die Sprache. Dabei sind fundierte Deutschkenntnisse das A und O einer erfolgreichen Bildungskarriere. Weil Kinder in jungen Jahren besonders lernfähig sind, fordert Berit Heintz, Bildungsexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die frühkindliche Sprachförderung im Vorschulalter zu intensivieren.

Erschreckend:

Einer von fünf Grundschülern in Deutschland kann nicht richtig lesen. Das ist eines der Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU), die seit 2001 alle fünf Jahre das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe international untersucht. Ein Vergleich der drei Erhebungen IGLU 2001, 2006 und 2011 zeigt auf: Die Leseleistungen deutscher Viertklässler von 2011 haben sich verschlechtert und entsprechen in etwa dem Leistungsniveau von 2001.

Die “Sprachlosigkeit” der Kinder hat weitreichende Konsequenzen, denn nicht nur der schulische Werdegang ist davon betroffen, das unzureichende Sprachvermögen gefährdet auch den Eintritt und das Bestehen in der heutigen Arbeitswelt. “Für die Unternehmen wird es durch die demografische Entwicklung immer schwieriger, ausreichend geeignete Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung zu finden”, so Berit Heintz, Bildungsexpertin des DIHK. “Mehr als die Hälfte aller Ausbildungsbetriebe leistet selbst Nachhilfe, um die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen zu verbessern. 


Andreas Cyffka | Kategorie: GELESEN


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