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Weil richtig schreiben wichtig ist

RECLAM FOLGT SOK

16. Juli 2013

 

 

Der Reclam-Verlag hat angekündigt, den Empfehlungen der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK) zu folgen.

Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Der Reclam-Verlag will zwar den SOK-Empfehlungen folgen, aber natürlich nicht sich komplett nach Schweizer Rechtschreibung richten. Insbesondere wird natürlich die deutsche ß-Schreibung nach dem aktuell gültigen Regelwerk beibehalten.

Was hat es auf sich mit der Schweizer Orthographische Konferenz, kurz SOK? Sie  wurde 2006 von Vertretern aus Presse, Medien, Politik und Wissenschaft gegründet. Am 31. Oktober 2007 stellte sie ihre abschließenden Empfehlungen zur Rechtschreibung vor; diesen folgt heute unter anderem die Schweizerische Depeschenagentur (sda).

Während die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen sich auf der Grundlage des 2006 herausgegebenen amtlichen Regelwerks zur deutschen Rechtschreibung bewegt, empfiehlt die SOK in vielen Fällen klassische Schreibweisen auch dort, wo diese von der Rechtschreibreform explizit abgeschafft wurden.

Als wichtigster SOK- Grundsatz gilt dabei: Bei Varianten ist die herkömmliche Schreibweise zu wählen. Und zwar auch dann, wenn etwa Duden und Wahrig die neue Schreibweise empfehlen.

Einige Änderungen, die die Rechtschreibreform geschaffen hat, werden von der SOK definitiv  ablehnt;  sie empfiehlt, diese zu ignorieren. Beispielsweise empfiehlt die SOK, bei Wörtern wie behände, Gämse, Stängel, Gräuel und Wechte die abgeschafften alten Schreibweisen weiter zu benutzen: behende, Gemse, Stengel, Greuel, Wächte.


Andreas Cyffka | Kategorie: WISSENSWERTES


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