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JAHRESRÜCKBLICK 2013

17. Dezember 2013

jahresrückblick2013

 

Auch wenn uns in diesem Dezember bislang eher milde Frühlingsluft umweht: Es wird Weihnachten, es kommt die Jahreswende, es beschleicht mich das Gefühl, mich gar nicht an alles erinnern zu können. Aber schauen wir mal. Vielleicht geht ein Jahresrückblick ja einfacher, wenn wir im Dezember beginnen und uns zum Beginn von 2013 zurückarbeiten.

Dezember fängt mit D an – richtig: Denglisch auch.  Wie jedes Jahr kam es immer mal wieder in die Schlagzeilen.  Ich finde, für Denglisch gilt das, was ein alter Werbespruch einst für Beton reklamierte: Es kommt darauf an, was man daraus macht! Da gibt es zum einen Robert Tonks, Denglisch-Archäologe der deutschen Werbung.  Er macht daraus – richtig nette Bücher, zuletzt den Doosh Reader. Oder Musik: zusammen mit Anke Johannsen.  Ihren Denglisch-Song hatten wir mehrfach auf dem Deutschblog.

Da gibt es zum anderen den Verein Deutsche Sprache. Der macht aus Denglisch – Preisträger, die von ihrem Glück wohl gar  nichts ahnen. So einer, der auch mit D anfängt, ist der Duden. Er soll nach dem Willen des Vereins Sprachpanscher des Jahres sein wegen der vielen englischen Stichwörter. Very strange.

Die Schweizer kürten Anfang Dezember das Wort Stellwerkstörung zum Wort des Jahres. Man sieht: Auch mit einer Störung kann man zum Star werden. Das ist sogar trendy. So schaffte es in Österreich die Bildung “Frankschämen” zum Wort des Jahres.  Eine Art Fremdschämen.

Und UNSER Wort des Jahres? Ja, richtig: Wir haben GroKo – die Große Koalition. Auch gut.

Im November konnten wir mit viel Freude feststellen, dass unser Onlinewörterbuch PONS Die deutsche Rechtschreibung kurz vor der 150.000 -Stichwörter-Marke steht. Damit enthält es heute bereits rund 10.000 Stichwörter mehr als bei seinem Erscheinen im Jahre 2009.

Im November berichteten wir: Der Linguist Peter Eisenberg verlässt den Rat für deutsche Rechtschreibung. Das erinnerte uns daran: Vom Rat hatten wir länger nichts gehört.

Rund ums Jahr suchten wir die Medienlandschaft nach für unser Blogthema relevanten Meldungen ab- und da gab es welche: Personalchefs schauen immer noch streng auf die Rechtschreibung von Bewerbern. So lautete eine. Lesen durch Schreiben – die umstrittene Methode der Rechtschreibvermittlung – kommt zunehmend in die Kritik. So lautete eine andere.

Rund ums Jahr blieben wir aber auch immer ganz nah dran an den Wörtern. Sie mögen interessante, seltene, seltsame, ungewöhnliche, reizvolle, schwierige Wörter? Gebilde wie Karnöffel, Luminophor, lakustrisch, Absinthlöffel , Exulant oder Hegumenos machen Sie neugierig?Redewendungen wie sapienti sat oder jemandem das Nell abstechen finden Sie reizvoll? Dann hatten Sie bestimmt viel Freude an unseren Blog-Reihen SCHON GEWUSST, FACHCHINESISCH oder SCHÖN+SELTEN. Hoffen wir wenigstens!

Jahresrückblicke sollten vor allem eines nicht sein – zu lang. In diesem Sinne: Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein in jeder Hinsicht glückendes Jahr 2014.


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, FREUT UNS


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