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BUCHVORSTELLUNG – KRISTIN KOPF: DAS KLEINE ETYMOLOGICUM

25. September 2014

BUCHVORSTELLUNG

Ein neues Werk bietet spannende Sreifzüge durch die  Sprachgeschichte des Deutschen und zeigt, wie und warum sie sich verändert. 

Wussten Sie schon:
- Dass die Tante einmal Base und der Onkel Vetter gerufen wurden?
- Dass fertig und führen von fahren abgeleitet sind?
- Dass Zwieback und Biskuit mehr miteinander gemein haben, als Gebäck zu sein, und Kekse aus dem Englischen stammen?
- Dass Deutsch mit Hindi verwandt ist?
- Dass Teich und Deich einmal ein Wort waren?
- Dass der Pariser Modeschöpfer Louis Réard auf die Bezeichnung Bikini verfiel, weil er das Kleidungsstück als »anatomische Bombe« sah: Er wählte das Wort, weil er sich eine explosive Wirkung davon erhoffte. Das war nicht unberechtigt, tatsächlich wurde der Bikini zu Beginn als skandalös und unsittlich wahrgenommen und gleich an vielen Stränden verboten.

Kristin Kopf, geboren 1984, forscht und lehrt an der Universität Mainz im Bereich historische Sprachwissenschaft. Sie ist Mitbetreiberin von www.sprachlog.de, dem erfolgreichsten deutschen Sprachblog, und Mitglied in der Jury für den Anglizismus des Jahres.

 

  • Gebundene Ausgabe: 284 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (23. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608913416
  • ISBN-13: 978-3608913415


Andreas Cyffka | Kategorie: BUCHVORSTELLUNG

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BUCHVORSTELLUNG: Uwe Hinrichs: Wie Migration die deutsche Sprache verändert

12. September 2013

multikulti

Migrantensprachen – z. B.  Türkisch – werden  die deutsche Sprache in großem Stil umwandeln: Diese These vertritt der Linguist Uwe Hinrichs in seinem neuen Buch.

Während sich Sprachschützer auf „Denglisch“ konzentrieren (oder gegen die lexikographische Erfassung von Anglizismen im Duden wettern) , entwirft  Hinrichs in seinem Buch die Vision eines „Multikultideutsch“ , das aus dem heutigen Deutsch durch den Einfluss großer Migrantengruppen entsteht.

Der Professor für südslawische Sprachwissenschaft an der Uni Leipzig beschäftigt sich in „Multikultideutsch“ unter diesem Aspekt mit dem  Türkischen, Arabischen, Russischen, Polnischen, Albanischen, den Sprachen Exjugoslawiens und den Balkansprachen. Er prophezeit „eine Umwandlung des Sprachsystems in großem Ausmaß“, „von dem im Moment niemand sagen kann, wo genau sie endet und wie das Deutsche in etwa 30 Jahren aussehen wird“. Zugespitzt läuft es laut Hinrichs auf das  „kreolische Prinzip“ hinaus: „Wenn Mehrsprachigkeit dominiert, wird alles beseitigt, was man für die Verständigung nicht braucht.“ Wortformen, Fälle, Endungen werden unwichtiger (vieles ergibt sich ja ohnehin aus dem Zusammenhang), es kommen viel mehr Varianten.

Zu den  wichtigsten Veränderung werden laut Hinrichs zählen:

- das Fallsterben („Kasusabbau“). Fälle und entsprechende Endungen werden fast ganz verschwinden. Stattdessen herrscht das Muster „Präpositionen plus x“ vor. Genitiv und Dativ werden aussterben:

 „Er hat ihn das geschenkt“, wird es dann heißen;  der (Pseudo-)Akkusativ wird der Fall für alle Fälle.

Eine steile Karriere wird die “Nullendung” machen: In Ausdrücken wie „des alten Österreich“ wird das heute schon erahnbar.

Artikel schwinden und schwanken. Problem ist: Keiner vermisst sie.

Der Professor kennt noch viele weitere Beispiele. Lesen Sie es in diesem spannenden Buch. 

Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (26. August 2013), ISBN-13: 978-3406656309

 


Andreas Cyffka | Kategorie: BUCHVORSTELLUNG

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BUCHVORSTELLUNG: German für Deutsche

06. März 2013

 

Derzeit scheint ein gewisser Trend zum Optimismus hinsichtlich des Zustands und der Entwicklungsperspektiven des Deutschen zu bestehen. Kam bereits der „Bericht zur Lage der deutschen Sprache“ zu einem optimistischen Befund (wir berichteten),  so stellen wir heute ein neues Buch des Journalisten und PR-Beraters Jo Wüllner vor:

In seinem Buch «German für Deutsche» stellt er «die 666 wichtigsten Wörter» aus dem Englischen vor. Dazu gehören längst alltägliche wie etwa «Manager», «Flirt», «Penthouse» oder «Toast», aber auch sehr spezielle Vokabeln wie «Bundle», «Bossware» oder «preppy».

Wüllner bietet informative Anmerkungen zur Sprachgeschichte und ein erfrischendes Kontrastprogramm zu den Untergangsvisionen der Sprachwächter.

Jo Wüllner: German für Deutsche. Die 666 wichtigsten Wörter zum Überleben. Albrecht Knaus Verlag, München, 384 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3-8135-0514-6

 

 

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Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, BUCHVORSTELLUNG

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