Deutschblog

Weil richtig schreiben wichtig ist

Wir zeigen uns an

26. September 2012

 

 

PONS Die deutsche Rechtschreibung gibt es mittlerweile seit mehr als drei Jahren.

Am Europäischen Tag der Sprachen sagen wir das mal einfach.

Seien Sie nicht sprachlos.

Geben Sie uns Ihr Wort.

eine grafik

Andreas Cyffka | 

BlogWithIntegrity.com

PONS DIE DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG AUF FACEBOOK


Kommentare

  • S. Fichte |  26.09.2012

    Heutzutage sind Fremdsprachen wichtiger denn je – es geht auch um Verständigung im weiteren Sinne ….

  • KulturCafé |  26.09.2012

    … eine Fremdsprache zu lernen heisst auch, Achtung vor der jeweiligen anderen Kultur zu zeigen

  • Kevin |  26.09.2012

    moment mal – ich lerne auf eine Englisch-Klausur, ist das denn auch Völkerverständigung?

  • E.-M. Klein |  27.09.2012

    Im weiteren Sinne schon. Deshalb werden in den Schulen Fremdsprachen gelernt

Die 100 besten Tipps für stilvolle Rechtschreibfehler

07. März 2012

 Fehler machen kann jeder, Rechtschreibfehler auch.

Sollten Sie aber bereits zu gute Rechtschreibkenntnisse haben, hilft die Rückbesinnung auf einige elementare Techniken des orthografischen Lapsus.

1. Vergessen Sie den immer noch existierenden Buchstaben „ß“ (Achtung: Regel ist nicht gültig in der Schweiz!):

Beispiel: Statt korrekt „maßvoll“ schreiben Sie „massvoll“ .

2.  Lang gesprochene Vokale öfter mal mit einem Dehnungs-h würzen:

Statt korrekt „Barzahlung“ schreiben Sie: „Bahrzahlung“.

3. Das „h“ kann man nicht nur ergänzen, sondern gern auch mal lässig weglassen:

Die korrekte Schreibung  „Diphthong“ vereinfachen Sie schon mal zu „Diphtong“.

4. Weglassungen können die Welt verändern. Verschieben Sie – orthografisch – bekannte Bauwerke und verlegen Sie den Eiffelturm gern auch mal in die Eifel.

5. In Zeiten ausufernder elektronischer Kommunikation versenden Sie keine E-Mail, sondern Email (Achtung: Gewicht beachten!)

6.  Folgen Sie Ihrem Herdentrieb!  Geben Sie der langweilig-korrekten „Galerie“ mit einem zusätzlichen „l“ mehr Dynamik: „Gallerie“

7. Harte und weiche Qualität deutscher Konsonanten ausnutzen: Die korrekte „Gratwanderung“ war gestern. Falsch, aber heißer ist die „Gradwanderung“.

8.  Alle lieben Essen: Mit einem „Steakholder“ werden Sie sich – außer bei Deutschlehrern – mehr Freunde machen als mit dem korrekten „Stakeholder“.

9. Simplify your life: Warum „ph“, wenn’s ein simples „f“ tut: „triumfieren“ versteht man doch auch.

10. „Wieder“ (= erneut) und „wider“ (=gegen): Spielen Sie poetisch mit dem kleinen Unterschied, wenn Sie schon „wiedersprechen“ und nicht (korrekt, aber langweilig) „widersprechen“.

 OK, das waren jetzt nur zehn Vorschläge – damit kommen Sie aber auch weit. Sollte Ihnen das Wort “Rechtschreibfehler” banal erscheinen, müssen Sie sich auch damit nicht abfinden: Sie könnten “Lapsus Calami” sagen – oder ganz im Sinne von Regel 8:  Salami.

 

Denk dir dein Deutsch

 

Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: KONTROVERSES, POESIE, SCHEINWERFER, SPRACHROHR

Kommentare

  • Matthias Herking |  07.03.2012

    es fehlt noch das schöne beispiel “übrigends” statt “übrigens”, das man hier und da immer mal wieder zu lesen bekommt ;)

  • Karsten Schmitt |  07.03.2012

    … vielen Dank für die Aufzählung, ich weiß nicht wie oft ich schon im Netz über eine Gallerie gestolpert bin – bin ich hier der einzige?

  • Karsten Schmitt |  07.03.2012

    Sorry, ich wollte sagen:
    bin ich hier wohl nicht der Einzige?!

  • Michael |  08.03.2012

    @Karsten: Du meinst wohl den Einzigsten ;) – das könnte eine weitere Regel sein. Genauso StandarT.

  • Kommentator |  08.03.2012

    Wenn die Kollegen mal wieder (blutdürstend?) “nachhacken”, anstatt einfach beim Kunden wegen dessen Anliegen friedlich nachzuhaken… Dann “hackt es” und hakt es, heftig.

  • Margit |  08.03.2012

    Man könnte dem Kunden aber auch ein Packet schicken…

  • stilloser |  08.03.2012

    aber das geht alles “vorrüber”…

  • cCred |  08.03.2012

    … aber erst, wenn die “Maschienen” die Herrschaft übernehmen … ;-)

  • murmel |  08.03.2012

    Ist doch egal, wen mann es mal anderster schreibt, odder?

  • ninjaturkey |  09.03.2012

    Eben-t ;-)

  • Felix |  09.03.2012

    “Gallerie” kommt wohl vom Englischen “Gallery” und wundert mich wenig – ein klassischer Fehler den ich auch gerne mal mache.
    Insgesamt recht lahme und hölzerne Witzchen, die wohl kaum jemanden (außer Deutschlehrer) von korrekter Orthographie überzeugen werden.

  • Statistiker |  09.03.2012

    Naja, der größte Fehler dieses Beitrags liegt ja schon in der Überschrift: “!00 Fehler”, und dann nur 10 anbieten???? ist das nicht peinlich genug. Zu den 10 Peinlichkeiten:

    1. Vergessen Sie den immer noch existierenden Buchstaben „ß“

    Die Schweiz ist nicht untergegangen, die “Kultursprache” Deutsch ist dort nicht untergegangen, also ist dieses Argument nur Sick´scher Sprachpurismus.

    2. Lang gesprochene Vokale öfter mal mit einem Dehnungs-h würzen:

    Quark. Es geht auch ohne Dehnungs-H bzw. mit anderen Dehnungskomponenten. Nehmen wir Bär, Mehr, meer und gel. Alles lange “e”, aber man braucht kein Dehnungs-H. Sechs, setzen.

    3. Das „h“ kann man nicht nur ergänzen, sondern gern auch mal lässig weglassen:

    Wieso nehmen Sie als Beispiel ein Fremdwort? Warum nicht ein verständliches Beispiel oder sagen einfach “Doppel-Vokal”? btw: Das konsequente Ersetzen des ph durch ein f wäre endlich mal sinnvoll.

    4. Weglassungen können die Welt verändern. Verschieben Sie – orthografisch – bekannte Bauwerke und verlegen Sie den Eiffelturm gern auch mal in die Eifel.

    Haha, wie witzig….. Ortografie mit geografie in einen Topf werfen….. Wer Eifelturm schreibt, hat keine Ahnung von Geografie, wollen Sie doch sagen….

    5. In Zeiten ausufernder elektronischer Kommunikation versenden Sie keine E-Mail, sondern Email (Achtung: Gewicht beachten!)

    Gewicht? Wiegt eine E-Mail mehr als eine Email? ich verstehe Sie nicht (bin wohl zu blöd…..)

    6. Folgen Sie Ihrem Herdentrieb! Geben Sie der langweilig-korrekten „Galerie“ mit einem zusätzlichen „l“ mehr Dynamik: „Gallerie“

    Eine Frage der Betonung, was Sie oben betont haben. Das Wort “Gallerie” folgt übrigens deutlich mehr dem Grundsatz “Man spricht, wie man schreibt und umgekehrt”, ist also sinnvoll.

    7. Harte und weiche Qualität deutscher Konsonanten ausnutzen: Die korrekte „Gratwanderung“ war gestern. Falsch, aber heißer ist die „Gradwanderung“.

    Das nennt sich “Auslautverhärtung” und sollte einem Schreiber auf dieser Seite bekannt sein.ist wohl Herrn Sick geschuldet, dieser Fehler.

    8. Alle lieben Essen: Mit einem „Steakholder“ werden Sie sich – außer bei Deutschlehrern – mehr Freunde machen als mit dem korrekten „Stakeholder“.

    Sprechen Sie mal “Steak” und “Stake” aus. Na, merken Sie den Unterschied????? Ach ja, ist ja böses English, das MUSS ja immer falsch sein, Sick lässt grüßen.

    9. Simplify your life: Warum „ph“, wenn’s ein simples „f“ tut: „triumfieren“ versteht man doch auch.

    Ja, das ph gehört abgeschafft, es ist sinnlos.

    10. „Wieder“ (= erneut) und „wider“ (=gegen): Spielen Sie poetisch mit dem kleinen Unterschied, wenn Sie schon „wiedersprechen“ und nicht (korrekt, aber langweilig) „widersprechen“.

    Haben Sie jemals einen von durchschnittlicher Bildung erlebt, dem das passiert? Mir nicht. Also, hören Sie auf zu lügen.

    Ich bin entsetzt über diese sprachliche Nivohlosigkeit. das ist ja billigstes Sick-Gesülze, oberlehrerhaft und nicht weiterführend. Peinlich!!!!°

  • @ Statistiker |  09.03.2012

    zu 1: In der Schweiz gibt es nur kein ß, in Deutschland gab es sogar mal ein ẞ. Dass man Alkohol lediglich in Maßen und nicht in Massen genießen sollte, ist ihnen dann scheinbar allerdings entgangen. Vermutlich um ihren Kummer zu ertränken.

    zu 2: Ebenso gibt es den Bähren, das Gehl, und andere obskure Variationen.

    zu 3: Diphthong ist eigentlich ein gebräuchliches Wort, nicht nur unter Deutschlehrern. Im übrigen ging es nicht um die Auslassung des h beim ph sondern als stummer Konsonant nach dem t. Möglicherweise ist Ihnen das allerdings nicht aufgefallen aufgrund des Alkoholkonsums?

    zu 4: Orthografisch ist hier schon richtig. Denn lediglich durch die orthografische Vergewaltigung ergibt sich die geografische Verschiebung. Das wäre Ihnen aber mit Sicherheit noch aufgefallen.

    zu 5: Emaille ist das, woraus Ihr Waschbecken, der Boden Ihrer Dusche und Ihre Toilettenschüssel besteht. Deutlich mehr Gewicht als ein paar Bits und Bytes, wie Sie feststellen dürften.

    zu 6: Bei einem Doppelkonsonanten wird der vorangegangene Vokal kürzer gesprochen. Jeder mit mindestens durchschnittlicher Bildung spricht das a in Galle und Galerie anders aus, nämlich im ersten Fall kürzer, im zweiten Fall etwas länger. Sie nicht?

    zu 7: Die Auslautverhärtung ist keine Entschuldigung für eine fehlerhafte Schreibweise. Eine Art zu Stehen, die Standart, unterscheidet sich doch drastisch von einer vereinheitlichten Weise, dem Standard. Ist wohl dem Alkohol geschuldet, Ihre Erklärung?

    zu 8: Waren Sie schonmal in England? Ist Ihnen der Begriff Doughnut bekannt? Oder haben Sie sich überall beschwert, dass dort nicht überall schlicht Donut steht?

    zu 9: Da wird Ihnen die Fisik sehr dankbar sein. Möglicherweise werden sich aber auch Physiker über diese Schreibweise beschweren, da das Wort lediglich entlehnt wurde. Bei vielen Wörtern wurde das ph bereits ersetzt, bzw. ist mit dem f als Alternative angeboten. Bei vielen anderen macht es schlicht keinen Sinn, wieso auch? Damit das Schreiben für Sie angenehmer wird? So faul kann doch niemand sein, sich ein bisschen Mühe zu machen, um seinem Gegenüber durch korrekte Ausführungen auch Respekt zu zollen.

    zu 10: Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegeln (was im übrigen auseinander geschrieben werden würde), obwohl sie das erste Mal dort zugegen sind, wird es peinlich. Genauso wie Ihre Aufzählung von angeblichen Fehlern im Text, bei denen Sie sich nicht nur inhaltlich, sondern auch orthografisch blamieren. Möglicherweise sollten also gerade Sie sich die Hinweise zu Herzen nehmen? :)

    Oder Sie lernen einfach holländisch:
    http://wunderland-deutsch.com/post/Vereinfachung-der-deutschen-Sprache-in-nur-5-Schritten.aspx

    Wäre vermutlich für alle Seiten das Beste.

  • Troll |  09.03.2012

    @Statistiker
    richtig peinlich bei 5. ist doch, dass man im Impressum dieser Seite sowohl die Schreibweise E-Mail als auch Email findet.

    Naja, irgendwas wird schon richtig sein ^^

  • kein Deutschlehrer |  09.03.2012

    manch´ Beitrag leidet an “Nivohlosigkeit!

  • Flasch Verstanden |  09.03.2012

    Sollte der obige Beitrag nicht die gängigen Rechtschreibfehler in dem deutschen Sprachgebrauch widerspiegeln? Und somit ironisch sein?
    Klar drehen sich bei vielen die Fußnägel hoch, wenn man solche Fehler sieht. Aber @Statistiker, etwas Humor gehört im Leben doch dazu und solche Beiträge darf man dann auch nicht Wort wörtlich lesen, man muss auch die Ironie in solchen Sachen erkennen. :) Wer solche Fehler jetzt dauerhaft beibehält oder diese “Vorschläge” ernst nicht, ist selber blöd! :)

  • meteorit |  09.03.2012

    Nicht nur die Rechtschreibung ist manchmal fragwürdig, gerne werden auch nicht existente Wörter genutzt. Das ist “zumindestens” meine Erfahrung :-)

  • Konrad |  09.03.2012

    “E-mail” oder “Email” wird nur von IT-Neulingen benutzt. Ich verwende email schon seit 25 Jahren und schreibe es auch dementsprechend.

    Konrad

  • stilloser |  09.03.2012

    also, meteorit, so was kann ich in “keinster” Weise bestätigen…

  • Daniel |  09.03.2012

    Diejenigen, die die Fehler anderer laut ankreiden, machen selbst die meisten.

  • TvsD |  09.03.2012

    spätestens seid den Kommentaren muss man doch unweigerlich über eine Erweiterung der Liste nachdenken.

    Seit doch mal ehrlich, auch ihr Nörgler habt bestimmt sofort ein zusätzliches Beispiel im Kopf.

  • Balin |  09.03.2012

    Habt ihr keine anderen Probs als über fehlerhafte Rechtschreibung herzuziehen?
    Nix anderes da zum AUFGEILEN ;-) ?!

  • C. |  09.03.2012

    Ich dachte, das hieße korrekt “Recht Schreibung”? Außerdem wird das “das” nach dem Komma immer nur mit einfachem S geschrieben.

  • Luftikus |  09.03.2012

    Rechtschreibung macht aber doch Spaß (Spass?), oderrr?

  • Nörgler |  09.03.2012

    … oder: Schlechtschreibung macht krass???

  • S. Fichte |  09.03.2012

    Ich würde gerne den 1. Punkt bei Statistiker noch kommentieren:
    Ob die Leute in Maßen oder in Massen trinken … es ginge auch beides gleichzeitig: oder eben unmäßig aus Maßen in Massen …
    Please correct me if I’m wrong ;-)
    Viele Grüße, S. Fichte

  • Statistiker |  09.03.2012

    Na, dann auch noch mal einige Anmerkungen zu den Sickschen Jüngern:

    “zu 1: In der Schweiz gibt es nur kein ß, in Deutschland gab es sogar mal ein ẞ.”

    In Deutschland gibt es immer noch ein “ß”, und zwar vor langen Vokalen. Die Schweiz lebt immer noch.

    “Dass man Alkohol lediglich in Maßen und nicht in Massen genießen sollte, ist ihnen dann scheinbar allerdings entgangen. Vermutlich um ihren Kummer zu ertränken.”

    Diers erscheint mir strafrechtlich nicht irrelevant.

    “zu 2: Ebenso gibt es den Bähren, das Gehl, und andere obskure Variationen.”

    Obskur sind Ihre Gedanken.

    “zu 3: Diphthong ist eigentlich ein gebräuchliches Wort, nicht nur unter Deutschlehrern. Im übrigen ging es nicht um die Auslassung des h beim ph sondern als stummer Konsonant nach dem t. Möglicherweise ist Ihnen das allerdings nicht aufgefallen aufgrund des Alkoholkonsums?”

    Oha, wiederholte Beleidigung, Diftong ist jedoch kein Begriff des alltägliche Sprachgebrauchs, sondern ein Symbol des sich BESSER-FÜHLENS, der ÜBERHEBLICHKEIT, sprich: Der Asozialität.

    “zu 4: Orthografisch ist hier schon richtig. Denn lediglich durch die orthografische Vergewaltigung ergibt sich die geografische Verschiebung. Das wäre Ihnen aber mit Sicherheit noch aufgefallen.”

    Aua….. Haben Sie nicHt aufgepasst in Erdkunde: Geografie ist nicht Ortografie!!!!!!

    “zu 5: Emaille ist das, woraus Ihr Waschbecken, der Boden Ihrer Dusche und Ihre Toilettenschüssel besteht. Deutlich mehr Gewicht als ein paar Bits und Bytes, wie Sie feststellen dürften.”

    Doofes Beispiel, da Emaille eben kein Diftong ist. Schade, da haben Sie sich selbst ins Knie geschossen…..

    “zu 6: Bei einem Doppelkonsonanten wird der vorangegangene Vokal kürzer gesprochen. Jeder mit mindestens durchschnittlicher Bildung spricht das a in Galle und Galerie anders aus, nämlich im ersten Fall kürzer, im zweiten Fall etwas länger. Sie nicht?”

    Tja, aber sagt ein alleinstehender Vokal vor eine alleinstehenden Konsonanten nichts über die Aussprache aus. Mal nachgedacht, vor dem Alkoholkonsum????

    “zu 7: Die Auslautverhärtung ist keine Entschuldigung für eine fehlerhafte Schreibweise. Eine Art zu Stehen, die Standart, unterscheidet sich doch drastisch von einer vereinheitlichten Weise, dem Standard. Ist wohl dem Alkohol geschuldet, Ihre Erklärung?”

    Moment mal, das muss ich zitieren: “Eine Art zu Stehen, die Standart, unterscheidet sich doch drastisch von einer vereinheitlichten Weise, dem Standard.” Wohl zuviel gesoffen?????

    Denken Sie mal an das Wort “Schmand”…. Noch Fragen….. Überlegen Sie mal, aber nüchtern….

    “zu 8: Waren Sie schonmal in England? Ist Ihnen der Begriff Doughnut bekannt? Oder haben Sie sich überall beschwert, dass dort nicht überall schlicht Donut steht?”

    Donut ist schlicht eine sprachliche Vereinfachung, die Sinn macht…. Oha, Sinn machen, das geht ja gar nicht, da kotzt der Sick……

    “zu 9: Da wird Ihnen die Fisik sehr dankbar sein. Möglicherweise werden sich aber auch Physiker über diese Schreibweise beschweren, da das Wort lediglich entlehnt wurde. Bei vielen Wörtern wurde das ph bereits ersetzt, bzw. ist mit dem f als Alternative angeboten. Bei vielen anderen macht es schlicht keinen Sinn, wieso auch? Damit das Schreiben für Sie angenehmer wird? So faul kann doch niemand sein, sich ein bisschen Mühe zu machen, um seinem Gegenüber durch korrekte Ausführungen auch Respekt zu zollen.”

    Hallo???? Fisik????? Füsik bitte schön. Soviel Gedanken sollten Sie sich schon machen, um Ihren Gegenüber mit Ihren Ausführungen auch Respekt zu zollen.

    “zu 10: Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegeln (was im übrigen auseinander geschrieben werden würde), obwohl sie das erste Mal dort zugegen sind, wird es peinlich. Genauso wie Ihre Aufzählung von angeblichen Fehlern im Text, bei denen Sie sich nicht nur inhaltlich, sondern auch orthografisch blamieren. Möglicherweise sollten also gerade Sie sich die Hinweise zu Herzen nehmen? :)

    Lernen Sie Deutsch. Es heißt nicht “Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegeln “, sondern “Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegelten”…..

    Übrigens: Ortografisch kann man sich gar niczt blamieren, ich befinde mich nicht an einer allegemeinbildenden Schule und auch nicht im verbindlichen Schriftverkehr einer Behörde. Lesen Sie die KMK-Beschlüsse!!!!!

    Oder Sie lernen einfach holländisch:
    http://wunderland-deutsch.com/post/Vereinfachung-der-deutschen-Sprache-in-nur-5-Schritten.aspx

    Wäre vermutlich für alle Seiten das Beste.

    Für Sie wäre das Beste, Sie lassen solche dummen Re-Kommentare, ohne Ahnung von der wahren Bedeutung der Sprache zu haben. Lesen Sie einfach nicht mehr den Sick, der ist genauso doof wie andere Personen…. Sie meine ich damit natürlich nicht, Sie sind so schlau wie…….

  • Stilvolle Rechtschreibfeh&hellip |  09.03.2012

    [...] Pons, sonst ein seriöser Übersetzer, beglückt uns hier mit einer Anleitung zu stilvollem und krea… Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser post gefällt. von → Allgemein, Internet, Lustiges ← Besteuerung des Freiwilligendienstes? Noch keine Kommentare [...]

  • Anno Nüm |  09.03.2012

    Macht das Rächtschraib-Programm daraus nicht “wieder sprechen”?

  • Stuff |  10.03.2012

    Ich hoffe, diese page kann Unicode-Zeichen darstellen, ansonsten wird‘s verwirrend.
    Das sogenannte „scharfe s“ ist eine Ligatur aus langem und rundem s.

    ſ (UTF-8: 0xC5 0xBF)
    ſs
    Daher gibt es ja auch kein Wort, das mit einem scharfen S beginnt ;-)
    Falsch ist, dass in der Schweiz kein „scharfes s“ verwendet wird, in Kurrent- bzw. Frakurtschriften ist es auch da in Verwendung.

    Die Umschreibung „sz“, insbesondere in Versalien verwendet, stammt aus dem Ungarischen, dort bezeichenet diese Buschstabenkombination den Laut, der im Deutschen mittels „s“ dargestellt wird, denn das einzeln stehende „s“ (bzw. auch „ss“) bezeichnet im Ungarischen jenen Laut, der im Deutschen mit „sch“ umschrieben wird. Der Import von SZ aus dem Ungarischen geschah mutmasslich über das Telegraphier-Alphabet innert der K & K-Marine.

    Der letzte Duden, der dies klar darstellte war der aus dem Jahr 1941, nachher ist man von der Kurrent- bzw. Frakturschrift abgekommen, da diese als „von den Juden“ eingeführt erachtet wurde, was über den Hellenismus, den Juden nach Zentral- und Westeuropa brachten wahrscheinlich ist: Schreiben Sie in Griechenland beispielsweise Kurrent, das halten Griechen dann zwar für unverständlich, können es aber lesen, ist ja auch grossteils deren Schreibschrift.

    In lateinischen Lettern gehaltene Schriftstücke sind seit ca. dem späten 18. Jhdt. allesamt ohne dieses lange ſ ausgekommen, nur in Deutschland hat sich das erst sehr spät durchgesetzt und die Schweiz hatte das zu einem Zeitpunkt abgeschafft, wo dieses ſs als Ligatur noch erkannt war. Eine weitere Erschwernis bildete die Lateinisierung von Namen, die ein Vokalverlängerndes „h“ vor dem Schluss-s in den kurrent geschriebenen Namen aufwies, dieses „h“ wurde allzuoft mit einem ſ verwechselt und so wurde aus dem Namen „Grohsberger“ ein „Großberger“ oder auch „Grossberger“, aus „Gruhser“ ein „Grußer“ etc.

    Daher wären „Ma(h)s“ und „Masse“ leicht auseinanderzuhalten…

    Hoffe etwas Stroh in das Feuer geworfen zu haben

    Stuff

  • @ Statistiker |  10.03.2012

    Dann wollen wir auf Ihre absurden Aussagen doch noch mal eingehen:

    “In Deutschland gibt es immer noch ein “ß”, und zwar vor langen Vokalen. Die Schweiz lebt immer noch.”

    Richtig, gibt es. Deswegen ist massvoll auch falsch, genau wie im Blogeintrag geschrieben. Sie haben es also eingesehen, das erfreut mich.

    “Diers erscheint mir strafrechtlich nicht irrelevant.”

    Ob ich nun Alkohol in Maßen genieße und danach unauffällig mit dem Fahrrad fahre, so dass ich die 1,9-Promille-Grenze nicht überschreite, oder ob ich es in Massen trinke, und mit 3,0 Promille deutlich drüber liege ist strafrechtlich sehr wohl relevant.

    “Oha, wiederholte Beleidigung, Diftong ist jedoch kein Begriff des alltägliche Sprachgebrauchs, sondern ein Symbol des sich BESSER-FÜHLENS, der ÜBERHEBLICHKEIT, sprich: Der Asozialität.”

    Eine Person ist also asozial, weil sie Fachwörter verwendet? Interessante These. Fühlen Sie sich auf den Schlips getreten, weil Sie Fachwörter nicht verstehen?

    “Aua….. Haben Sie nicHt aufgepasst in Erdkunde: Geografie ist nicht Ortografie!!!!!!”

    Entweder reicht Ihre geistige Kapazität nicht aus, um zu begreifen, dass es lediglich durch den Rechtschreibfehler eben zu dieser geografischen Verschiebung kommt, nämlich von Paris in die Eifel, wo der Eiffelturm nun wirklich nichts zu suchen hat, oder Sie haben sich einfach so darauf eingeschossen, dass Sie es nicht begreifen wollen. Wie dem auch sei, der Eiffelturm wird lediglich orthografisch in die Eifel verlegt, nicht aber geografisch – oder haben Sie bemerkt, dass der Eiffelturm mittlerweile in Deutschland steht?

    “Doofes Beispiel, da Emaille eben kein Diftong ist. Schade, da haben Sie sich selbst ins Knie geschossen…..”

    In diesem Beispiel ging es doch überhaupt nicht um Diphthongs – womit wir wieder bei Ihrer geistigen Kapazität wären, zu begreifen, worauf der Autor des Blogeintrags überhaupt hinaus wollte. Schade, dass Sie sich mit Ihrer Begründung selbst ins Knie geschossen haben, wie Sie so schön sagten.

    “Tja, aber sagt ein alleinstehender Vokal vor eine alleinstehenden Konsonanten nichts über die Aussprache aus.”

    Nicht wirklich verständlich ausgedrückt. Ich meine, erahnen zu können, worauf Sie hinaus wollen. Im Allgemeinen wird ein Vokal vor einem alleinstehenden Konsonanten länger – mal mehr mal weniger – ausgesprochen, denn vor Doppelkonsonanten. Das ist Ihnen allerdings auch bekannt und vermutlich auch bewusst.

    “Moment mal, das muss ich zitieren: “Eine Art zu Stehen, die Standart, unterscheidet sich doch drastisch von einer vereinheitlichten Weise, dem Standard.” Wohl zuviel gesoffen?????”

    Sie erheitern mich tatsächlich! :-) Dankeschön dafür! Und jetzt denken Sie nochmal in Ruhe über Ihren Fehler nach, weswegen Sie dies nicht begreifen können. Standard und Standart wird unterschiedlich ausgesprochen, da ersteres entlehnt ist und zweiteres zusammengesetzt ist, weswegen auch eine kurze Unterbrechung zwischen Stand- und -art erfolgt. Möglicherweise wussten Sie das nicht. Dies würde mich allerdings auch nicht besonders überraschen.

    “Denken Sie mal an das Wort “Schmand”…. Noch Fragen….. Überlegen Sie mal, aber nüchtern….”

    Schmand wird hinten weich gesprochen. Worauf wollen Sie hinaus?

    “Donut ist schlicht eine sprachliche Vereinfachung, die Sinn macht…. Oha, Sinn machen, das geht ja gar nicht, da kotzt der Sick……”

    Das ergibt für Sie Sinn? Ganz im Gegenteil! “Doughnut” ist lediglich ein zusammengesetztes Wort aus “dough”, nämlich Teig, und “nut”, also Nuss. “Donut” hingegen hat keinerlei sprachlichen Hintergrund.

    “Hallo???? Fisik????? Füsik bitte schön. Soviel Gedanken sollten Sie sich schon machen, um Ihren Gegenüber mit Ihren Ausführungen auch Respekt zu zollen.”

    Also bitte, Umlaute sind viel zu umständlich, und nicht einmal Vokale! Muss Ihrer Ansicht nach doch deutlich vereinfacht werden! So oder so wäre es schlicht lächerlich.

    “Lernen Sie Deutsch. Es heißt nicht “Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegeln “, sondern “Spätestens, wenn sich Leute in einem See wiederspiegelten”…..”

    Ist Ihnen überhaupt der Präsens ein Begriff?

    “Übrigens: Ortografisch kann man sich gar niczt blamieren, ich befinde mich nicht an einer allegemeinbildenden Schule und auch nicht im verbindlichen Schriftverkehr einer Behörde. Lesen Sie die KMK-Beschlüsse!!!!!”

    Sie können sich ganz im Gegenteil sehr blamieren. Und nicht nur das, Sie erschweren Ihrem Gegenüber auch häufig noch das Verständnis.

    “Für Sie wäre das Beste, Sie lassen solche dummen Re-Kommentare, ohne Ahnung von der wahren Bedeutung der Sprache zu haben.”

    Die wahre Bedeutung der Sprache ist es nicht, es Ihnen so einfach wie möglich zu machen, sich auszudrücken, sondern sich vernünftig zu verständigen. Mit Ihren Ausführungen haben durchschnittlich gebildete Menschen – und auch höher gebildete Menschen – schon Probleme. Dass Ihnen das egal ist, sagt so Einiges über Sie aus. Und jetzt gehen Sie doch bitte wieder RTL schauen mit einer Bierflasche in der Hand, dort wird wohl eine Sprache gesprochen, die Sie eher verstehen, weil sie einfacher gehalten ist.

    Und danke für die schöne Erheiterung! Ich hoffe, Sie antworten nochmals drauf, ohne Ahnung von dem zu haben, was Sie eigentlich wiedergeben. Es würde mir auch den nächsten Tag angenehmer gestalten!

  • Mario H. |  10.03.2012

    Leute, die 100 sollen durch unsere zusätzlichen Beispiele voll werden, Pons hat nur die ersten zehn geliefert :-)
    Ich habe mich übrigens daran gewöhnt, “eckelhaft” zu lesen, auch wenn’s richtig geschrieben ist.

  • Gramma Tick |  10.03.2012

    @Mario H: geht mir schon genau so. Aber das ist “Vorraussetzung”, um die 100 voll zu bekommen.

    @ Statistiker: bist Du ein Troll?

  • Moi |  13.03.2012

    Liefert nur 1/10 dessen, was sie selbst ansagte. Scheint nicht logisch denken zu können.

  • S. Fichte |  14.03.2012

    Dann macht die Community eben weiter – oder hast Du nie von interaktiv gehört?

  • Deutschblogger |  14.03.2012

    Deutschlehrer muss man vom Wert der Rechtschreibung wohl nicht mehr überzeugen.

  • Deutschlehrer |  14.03.2012

    …. ich raufe mir bald die noch verbleibenden Haare aus :-o

  • Learner |  15.03.2012

    Ich heisse Tim. Ich lerne Deutsch. I wish my German was good enough to be able to keep up with this ….!

  • Philipp |  21.03.2012

    Herrlich, die Kommentare von “Statistiker”… Da hat jemand nicht nur die Ironie nicht gesehen, sondern sich auch noch selbst ganz schön in die Ecke argumentiert :-)

Psychologie des Bloggens

11. November 2010

 

Jede Tätigkeit muss wohl zwangsläufig früher oder später zu einer Reflexion ihrer selbst führen, so auch die des Bloggers. Man fragt sich – bloggend  – nach der Psychologie des Bloggers. Nach der Psychologie des Bloggers fragen auch einige andere interessante Beiträge. So zitiert  die Welt im Oktober den BBC-Moderator Andrew Marr: “Viele Blogger scheinen sozial unzulängliche, verpickelte, alleinstehende, etwas schäbige, kahlköpfige, knubbelnasige junge Männer zu sein, die in Mamas Keller sitzen und herumzetern.”

Man lasse  dies auf sich  wirken. Was empfinde ich? Freude! Ich entdecke, dass sich verpickelt und knubbelnasig noch nicht in PONS Die deutsche Rechtschreibung befanden. Das wird jetzt nachgeholt. Auch als Blogger bleibt man Lexikograf.  Einen anderen interessanten Diskurs über das Bloggen als solches entdeckte ich wenig später:

 ”Um in Deutschland als Blogger erfolgreich zu sein, muss man entweder ein Trüffelschwein sein – also interessante Dinge als einer der Ersten ausgraben – oder unterhaltsam schreiben können. Das Beherrschen der Schriftsprache spielt dabei kaum eine Rolle: Es gibt erfolgreiche Blogs, die von Menschen betrieben werden, die keine drei Sätze unfallfrei formulieren können. Wichtig: Fehler dürfen gemacht und eingeräumt werden. Angesichts einer Leserschar, die sehr wahrscheinlich über mehr Wissen verfügt als man selbst, wird man schnell zu Staub und hat sich in eben diesen zu werfen, sobald man sich irrt. ”

 Gehaltvolle Sätze.  Wie fühle ich mich? Bestätigt! Als Lexikograf war ich doch schon immer Trüffelschwein. Wir Lexikografen wühlen leidenschaftlich in Sprache und quieken vor Vergnügen über ein gefundenes neues Wort. Unterhaltsam schreiben? Das muss ich Ihrem Urteil überlassen. Das Beherrschen der Schriftsprache? EINSPRUCH! Siehe dazu das Motto unseres Blogs. Und dass Sie als Leserschar uns zu Staub machen wollten, habe ich eh nie geglaubt. Dafür haben Sie uns schon zu viele schöne Wörter aus Ihrem Sprachschatz überlassen. Hierfür wieder einmal ein Dankeschön.

 Mit großer Neugier stieß ich dann schließlich hier unter der Lust auf mehr erweckenden Überschrift “Dokumentation dörflichen Bloggens”  auf eine “Analyse verschiedener Blog-Charaktere”.

 ”Viele Philosophen, besonders die Griechischen, beschrieben in verschiedenen Tugendmodellen die Charaktere der Menschen, und welche Tugenden ihnen inne wohnen [sic; schönes Wort, aber man schreibt es "innewohnen"]. (…) Anhand der verschieden Blogs lässt sich also sowohl feststellen, welchen Charakter der Autor aufweist, als auch wie er sich in dem Blog-Universum …  präsentieren will, unabhängig davon, ob er anonym oder unter seinen tatsächlichen Namen im Internet auftritt. Also wollen wir ein Charaktermodell entwerfen, welche die verschieden Blogs analysiert und anschließend einer kollektiven Kritik unterzieht.”

 So schaut’s aus, meine Herrschaften, die alten Griechen haben es mal wieder gewusst. Da haben wir zunächst mal den  “1.Charakter” und seinen” poetisch/politisch/philosophischen Blog”.

 ”Der Blogautor des poetisch/politisch/philosophischen Blogs gibt sich intellektuell, will nicht dem Blog-Mainstream entsprechen, grenzt sich meist schon in seinem ersten Einleitungstext vom Hype des allgemeinen Bloggens ab und entschuldigt sich schon mal im Voraus, dass auch er von der „Blogomanie“ befallen wurde. Er gibt vor, sein Blog würde ein bestimmtes Ziel verfolgen, und sich an bestimmte Richtlinien halten.”

 Der “2.Charakter” nimmt den Weblog-Gedanken wörtlich, dernn er betriebt ein “Internet-Tagebuch”:

 ”Der Blogautor des Internet-Tagebuches legt nicht viel Wert auf bestimmte Richtlinien, oder Vorgaben, an die er sich zu halten hat. Er schreibt fast ausschließlich über seine eigenen Erlebnisse, bevorzugt über jene, die er mit anderen BlogautorInnen erlebt hat. Die Einträge des Internet-Tagebuches sind oft oberflächlich, wenig politisch, und fast nie philosophisch. ”

 Der “3.Charakter” bloggt unter dem Motto  „Weil meine Freunde bloggen, blogge ich auch“.

 ”Dieser Blogcharakter, ist zumindest in der Blog-Welt, ein äußerster Mitläufertyp.”

 Und dann stieß ich in einem weiteren Blog doch noch auf eine erhellendere Frage:

 ”Wo waren eigentlich die Leute, die heute Blogs betreiben, zu einer Zeit, als es noch gar keine Blogs gab?”

 Dann wird berichtet: “In den späten 80er Jahren hatten einige Münchner Studenten die Idee, ein “Buch für alle” herauszubringen. Jeder Mensch dürfe eine DIN-A4-Seite beschreiben, vollmalen, dichttippen, was auch immer, und an ihren Verlag faxen. Diese Faxsammlung banden sie unterschiedslos in der Reihe des Eingangs zusammen und veröffentlichten sie unter großem Getöse als Buch. Unter dem Titel “speak. Akten All” erschien der 650-Seiten-Klotz dann, und auch bei mir verstaubt noch solch ein Block aus Papier in irgendeinem Winkel (Interessenten wenden sich bitte an den Verfasser). Schon beginnen die Parallelen zur heutigen Blogwelt, auch wenn alle Analogien bekanntlich hinken:

1. Das Buch war tatsächlich ein ‘Jedermann-Medium’, heute die Definition für Blogs schlechthin.

 2. Das Buch enthielt einige geniale Sachen, aber auch viel Schrott. Nach der Parallele zur Blogosphäre mag sich jeder selber bücken.

3. Kommerziell war das Ganze ein grandioser Flop, der den Jungverlegern die Haare vom Kopf fraß. In seinem taz-Blog berichtet Jörg Schröder die ‘wahre Geschichte’ des Lustprojektes, wo zum Schluss Verlagspaletten voller Remittenden die Hauptrolle spielen, die einfach in der Isar verklappt wurden. Und wieder liegt die Analogie auf der Hand: Auch in der Blogosphäre fragen sich zahllose Leute, wo beim Bloggen endlich mal irgendein Verdienst dabei sein könnte.

 Fazit also: Grammatik und Orthographie sind schön und gut. Und wer sie beherrscht, soll froh sein. Wichtiger aber ist eine andere Fähigkeit: Kann ich eine Geschichte so aufbauen, dass sie interessant ist, dass sie Witz versprüht, dass sie bildhaft ist, dass sie den Leser bei der Stange hält und auf eine möglichst unwiderstehliche Pointe zuläuft? Mit anderen Worten: Kann ich erzählen? ”

 Wir bekräftigen zunächst, dass Grammatik  UND ORTHOGRAPHIE wirklich schön und wirklich gut sind – und dass sie vor allem nur dann schön sind, wenn sie auch gut sind. Ihre Beherrschung ist ein Grund zur Freude. Der versprühte Witz dürfte allerdings – und das ist unser Bedenken – nur ein bemühter Witz bleiben und die Stange sich gegen den Leser richten, wenn  Graf Ortho die Texte nicht mit seiner Präsenz adelt.

 Andreas Cyffka


Andreas Cyffka | Kategorie: ALLGEMEINES, GELESEN, KONTROVERSES, SPRACHROHR, WISSENSWERTES

Kommentare

  • Markus |  13.11.2010

    Also ich glaube, bloggen ist/war hauptsächlich ein Massenphänomen, dass sich inzwischen schon wieder auf dem absteigenden Ast befindet. Zumindest liegen die meisten Blogs meiner ehemals regelmäßig bloggenden Freund inzwischen brach. Der erst Hype ist vorbei, und so mancher hat wohl einfach keine Lust mehr.

  • Rolf Lübbers |  14.11.2010

    Ein wunderbarer Artikel, spricht er mir doch aus der Seele. Insbesondere der Satz:”Grammatik und Orthographie sind schön und gut. Und wer sie beherrscht, soll froh sein”. Trifft ganz und gar auf mich zu; Rechtschreibung war für mich immer ein Problem, doch ein Trost bleibt, da bei der nächsten Rechtschreibreform eventuell das dann wieder richtig ist, was ich heute falsch schreibe. Bloggen ist für mich eine Art Zwiegespräch. Die Möglichkeit über das zu sprechen über was ich in meinem Blog schreibe habe ich hier (z.Zt. lebe ich in einem Dritte Weltl Land).
    Dabei ist für mich der Erfolg Zweitrangig. Die (große) Leeserschaft haben diejenigen, den es vergönnt ist, ihren Blog auf einer NET.-Zeitung veröffentlichen zu können. Doch solange es mir spass macht und die Zeit es mir erlaubt und ich meine Faulheit dabei überwinden kann, schreibe ich weiter, und meine Grammatik ist mein Schreibstil.
    Gruß
    Rolf Lübbers

  • Sonja Nemeth Hagn |  21.11.2010

    Hallo, alle Grammatiker- und auch Nichtgrammatikerfrunde. Wo ist denn unsere schöne Sprache geblieben? Wir sind doch als gute Denker und Perfektionisten bekannt gewesen. Sind wir schon so denkfaul und passen wir uns immer mehr den Trends de Amis an oder könnten wir unsere Personalität beibehalten, was meint ihr???
    “Oder gefellt euch, das lesen oder sage, wen ander gleuben? Nach meine Meinud is das schlimm, dass mann so ein Text lesen soll.”
    Dass Englisch mal die Weltsprache ist, zeigt uns, dass das eine sehr einfache Sprache ist, mit der man sich schnell weiterfindet. Aber soll das unseren auf der ganzen Welt bekannten Qualitätssinn beeinflussen? Seit 21 Jahren lebe ich in spanischsprechenden Ländern und gebe seit 13 Jahren Nachhilfeunterricht in einer deutsch-spanischen Schule, wo sie so jemanden wie ich brauchen und wo ich stolz darauf bin, den Schülern das “richtige und perfekte” Deutsch beibringen kann. Stellt euch mal vor, so ein Schüler lernt unsere Sprache nur in der Schule, geht dann nach Deutschland und sucht einen höheren Posten. Würde er einen finden, wenn sein Deutsch sosolala gelernt ist? Man sagt, dass die deutsche Sprache 250000 Verben besitzt. Wäre das nicht genug, ohne neue dazuzusetzen. Wäre es nicht besser, diejenigen richtig ausdrücken zu können, anstatt neue zu erfinden.
    Also, kämpft gegen die Denkfaulheit an; diejenigen, die selbst wahrscheinlich kein gutes Deutsch können.
    PS: Ich gab sogar ein Gramm-Buch heraus, mit dem die anscheinend “schwere” deutsche Sprache relativ vereinfacht wird und mit dem man auch mit viel weniger als den 250000 Verben alles grammatikalisch und ortografisch richtig ausdrücken kann, ohne die Qualität zu verlieren. Aber da es ja anscheinend keine zweisprachigen, einfach beschriebenen Gramm-Bücher gibt, fand ich bis jetzt keinen Verlag dafür und verkaufe es nur hier an meine Schüler. Es ist schade, denn die deutsche Sprache “einfach aber richtig” zu lernen, wäre meiner Meinung nach der beste Ausweg aus dem Dilema der “schweren” deutschen Sprache.
    Denkt darüber nach und bleibt eurer Nationalität und eurer so reichen Sprache treu.
    Falls irgendwer Interesse hat, mein Buch kennenzulernen, um es herauszubringen, kontaktiert mich.
    Liebe Grüße
    Sonja Nemeth

  • Sabine Pointner |  03.09.2012

    Bloggen ist im Prinzip ein öffentliches Tagebuch und Kommentare zum Leben anderer. Kann durch Mobbing natürlich schlechte Auswirklungen haben, jedoch auch sehr positive, wenn man bedenkt, dass fremde Menschen mit deren Kommentaren einem wirklich helfen wollen.

Grünes Licht an der bedarfsgesteuerten Fußgängerfurt

21. Oktober 2010

Sie können sich denken, was ein  ”Fahrtrichtungsanzeiger” ist ? Nun gut,  das war ja auch zu einfach. Eine “Schließzange“? Sie sehen, jetzt wird es deutlich schwieriger.  Eine “Personenvereinzelungsanlage”? Also, wenn Sie das erraten bzw. wissen, dann haben Sie vermutlich selbst in irgendeiner Form mit jener Welt zu tun, in der die von Reinhard Mey berühmt gemachten Anträge auf Erteilung eines Antragsformulars gestellt, bearbeitet und  abgelegt werden. Natürlich kann hier nur die Rede von der Amtssprache sein, dem so genannten Beamtendeutsch, einer Sprachvarietät, die ja auch in Wörterbüchern beschrieben und dort meist an einem Kürzel wie amtsspr zu erkennen ist.  Doch zwischen Ablage und Anlage hat der Bürger ja bekanntlich so sein Kreuz mit  dem Beamtendeutsch (nicht sein Drehkreuz, das ist nämlich die Bedeutung von “Personenvereinzelungsanlage”).  Auf dem steinigen Weg vom bürgerfernen Deutsch  zur Bürgernähe lauert manche linguistische Gefahr.

Das hat man z.B. im Wiesbadener Rathaus erkannt, wo  künftig verständliches Deutsch gesprochen und geschrieben werden soll.  Seit anderthalb Jahren schult die in Wiesbaden ansässige Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), die Jahr für Jahr die Worte und Unworte des Jahres kürt, Abteilungsleiter sowie Sachbearbeiter der Stadtverwaltung. Zusammen mit einem Sprachwissenschaftler knöpfen sie sich Genehmigungen oder Bauanträge vor und machen deren Inhalte verständlicher.

Als Resultat haben sich daraus bereits  die ersten „Leitsätze für eine bürgerfreundliche Verwaltungssprache“  ergeben.   Eine einfache, zeitgemäße Verwaltungssprache vermeide Missverständnisse, Nachfragen, Beschwerden, Widersprüche – und damit Zeit und Geld. Zudem wirke sie auch höflicher und nicht so sehr „von oben herab“.

Die Sprachberatung ist jetzt fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in der Stadtverwaltung. Eine Datenbank mit lesbaren Musterbriefen wird aufgebaut, auch Formulare, Merkblätter und Verordnungen sollen nach und nach in klares, einfaches Deutsch übersetzt werden.

Im Jahr 2000 hatte  sich auch die Stadtverwaltung von Bochum entschieden , Behördenbriefe zukünftig in einer bürgerfreundlichen Sprache zu verfassen. Eine Gruppe von Germanisten der Ruhr-Universität Bochum – IDEMA: “Internetdienst für eine moderne Amtssprache” – hilft allen Kommunen bundesweit, Amtstexte so zu gestalten, dass sie für Bürger leichter verständlich sind und stärker akzeptiert werden.

 Jeder kennt die gefühlte Unverständlichkeit des Beamtendeutsch, doch lassen sich  – von exotischen Wortkreationen abgesehen – einzelne Merkmale benennen? Sie lassen. Ganz typisch ist der Nominalstil, also gehäufte und bevorzugte Verwendung von Substantiven und substantivierten Verben. Kennzeichnend ist auch eine Vorliebe für semantisch eher “leere” Verben wie „durchführen“, „vornehmen“, „tätigen“ und  „erfolgen“. Und  wenn die dann noch substantiviert  werden („Durchführung“, „Vornahme“, „Tätigung“, aber nicht „Erfolgung“) und  vielleicht noch eine unheilige Allianz mit dem Passiv eingehen, so weiß bürger oft nicht mehr, wer im Satz  die handelnde Person ist. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, hungrig an einer McDonalds-Filiale vorbeizukommen, also die Burger-Nähe, deutlich höher als jene, verstehenshungrig das vom Amt Mitgeteilte leicht zu verstehen, das wäre (sprachliche) Bürgernähe.

Nach der Umfrage eines deutschen Verlagshauses  verbündet sich mit  dem “Amtsdeutsch” nicht selten aber noch eine weitere, die  Verständlichkeit amtlicher Texte mindernde Kraft -  und  das sind – hätten Sie es gedacht? – Fehler bei der Rechtschreibung. Die entstehen bekanntlich, weil’ s der Schreiber nicht weiß, oder weil es ihm egal ist.  Die Haltung, es orthografisch nicht gar so genau zu nehmen,  wurde durch die Onlinebefragung klar identifiziert: Fast jeder vierte der Befragten (23,4 Prozent) im öffentlichen Dienst gab an, eine fehlerfreie Orthografie beim Schriftwechsel mit Bürgern als „unwichtig“ zu empfinden.  Interessant und wohl ganz allgemein menschlich ( Matthäus Evangelium 7,3:
Aber was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?) ist die Tatsache, dass ungeachtet der eigenen nachlässigen Haltung  die Mitarbeiter der Ämter fehlerhafte Bürgerschreiben strenger beurteilen: Assoziiert werden mit Rechtschreibfehlern niedriges Bildungsniveau, Unzuverlässigkeit, unsaubere Arbeitsweise und Unprofessionalität der Absender.  Hilfen für die eigene Rechtschreibung nutzten 84 Prozent der Befragten am Arbeitsplatz. Die wenigsten empfanden die Programme allerdings als ausreichend: Nur 5,1 Prozent bezeichneten die Fehlererkennung als „sehr gut“.

Man sieht:  Bei der  Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars, dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt, sollte nicht mit zweierlei Maß gemessen werden: Gleiche korrekte Schreibung ist wünschenswert für amtliche und nichtamtliche Personen gleichermaßen.

PS: bedarfsgesteuerte Fußgängerfurt = Fußgängerampel

Andreas Cyffka


Kommentare

  • Michael |  25.10.2010

    Sehr zu begrüßen solche Initiativen! Leider bemerkt man aber im Bochum-fernen Augsburg noch nichts davon, wie ich hier letzte Woche im Rathaus feststellen musste. Aber vielleicht sind die Bayern auch da noch etwas sturer.

  • Jessica |  31.10.2011

    Hey!
    Was bedeutet das folgende Wort?

    - Initiativen

    ????

    :-?

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